Nullösung

Das Desaster der rechten Parteien bei der Wahl in Hamburg ist keine Überraschung. Gleich zwei konservative Miniparteien versuchten neben der mit der NPD verbandelten DVU ihr Glück – und scheiterten eindrucksvoll. Während die Partei „Rechte Mitte Heimat Hamburg“ 0,5 Prozent erreichte, blamierte sich die Zentrumspartei mit kaum meßbaren 675 Stimmen. Angesichts dieser Zahlen erscheinen die 19,4 Prozent, die Roland Schill im Jahr 2001 erzielte, wie ein Märchen aus längst vergangenen Tagen. Während Schill zur rechten Zeit am rechten Ort war, haben seine potentiellen Nachfolger, die Ex-Senatoren Roger Kusch (Heimat Hamburg) und Dirk Nockemann (Zentrumspartei) schon im Ansatz vieles falsch gemacht. Statt gemeinsam eine seriöse konservative Alternative zur CDU aufzubauen, versuchte es jeder auf eigene Faust. Dabei war die Ausgangslage vielversprechend: Mit Kusch und Nockemann traten zwei gestandene Politiker mit Regierungserfahrung an. Zudem ist die Hamburger CDU so weit nach links gerückt wie sonst nirgends und hat viele konservative Wähler heimatlos gemacht. Sicher: Die Bündelung der Kräfte hätte den Konservativen ein besseres Wahlergebnis nicht garantiert. Dennoch wurde eine Chance leichtfertig vertan. Wieder einmal.

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