Berliner Tagträume

Was tun wir in Afghanistan? Deutschland führt Krieg gegen den islamistischen Terror und hilft dem Land für eine bessere Zukunft; der Terrorismus soll seine Basis verlieren. Das Engagement der Soldaten und zivilen Helfer wirkt und verdient Respekt. Aber wie der Süden des Landes wird der Norden nun „blutig“. Indes leugnet die Bundesregierung den Kriegscharakter, sieht im Militär nur die Ergänzung der zivilen Hilfe und nicht den ersten Schlüssel zum Erfolg. Die Lage fordert jedoch ein klares militärstrategisches Ziel, ein Konzept, wie dies zu erreichen ist, und sicher auch eine größere Akzeptanz des militärischen Handelns. Jüngster Fall: Kommen Soldaten vor ein Landgericht, weil sie in einer Bedrohungslage Zivilisten erschossen haben — als ob es um den Waffengebrauch eines Wachmanns in Deutschland ginge? Im Grundsatz wie im einzelnen gilt: Stellen wir uns der Natur des Krieges gegen den Terror! Der vorherrschende Wunsch, wonach die Afghanen zusammen mit westlichen Zivilkräften den Wiederaufbau voranbringen und deutsche Soldaten die Helfer nur absichern, ist und bleibt ein Tagtraum.   Generalmajor a.D. Michael Vollstedt diente elf Jahre im Bundesministerium der Verteidigung und bis 2000 sieben Jahre im Nato-Hauptquartier in Brüssel.

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