Unserer Stärken besinnen

Die Ergebnisse des aktuellen OECD-Vergleichs „Bildung auf einen Blick“ seien eine Bankrotterklärung für die rot-grüne Bildungspolitik, höhnt die Unions-Opposition, die allerdings in elf von sechzehn Ländern den Kultusbereich mitbestimmt. Bundesforschungsministerin Edelgard Bulmahn (SPD) gestand denn auch resignierend ein, daß Deutschland einen enormen Nachholbedarf habe. Ja, unser Bildungssystem ist unterfinanziert – nur 5,3 Prozent des Bruttoinlandsprodukts wird in unseren wichtigsten „Rohstoff“ investiert. In Südkorea sind es 8,2 Prozent und in den USA 7,3 Prozent. Unterdurchschnittliche Ausgaben pro Grund- und Hauptschüler, jedoch überdurchschnittliche Lehrergehälter – das geht nicht zusammen. Aber „altmodisch“ ist unsere Gesellen-, Facharbeiter-, Meister- oder Fachhochschulausbildung sicherlich nicht! Allerdings paßt all das nicht ins OECD-Akademiker-Muster. Doch auf unserem dualen Bildungssystem beruht ein Gutteil von Made in Germany. Selbst unsere Unis können so schlecht nicht sein, wie die hohe Anzahl von erfolgreichen deutschen Forschern im Ausland beweist. Und die deutsche Ingenieursausbildung hat übrigens immer noch Weltniveau – nur leider bevorzugen deutsche Abiturienten eher BWL und Jura. In manchen Disziplinen werden gar mit viel Geld potentielle Arbeitslose ausgebildet. Doch daß deutsche Genforscher ins Ausland flüchten, hat nichts mit einem „kollektivistischen“ und „statischen“ Bildungssystem ohne Bachelors und Masters zu tun, sondern ist der schwarz-grünen Fundamentalopposition gegen Zukunftstechnologien zu verdanken.

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