Banal

Nach den jüngsten Bombenanschlägen von Istanbul nähern wir uns bedrohlich jenem Zustand, den Samuel Huntington schon vor Jahren als „Zusammenstoß der Zivilisationen“ bezeichnete. Doch es hilft nichts, über „Unmenschlichkeit“ und „Steinzeitmethoden“ zu lamentieren – die Terroristen interessieren sich für „Schuld“ oder „Unschuld“ ihrer Opfer überhaupt nicht. Sie wollen ihr Ziel erreichen – ohne Rücksicht auf Verluste. Wer das nicht zur Kenntnis nimmt und sich wenigstens halbwegs auf neue Schläge vorbereitet, ist selber schuld. Und die Türkei ist eben nicht nur das „verwestlichte“ und daher von den Fundamentalisten gehaßte Istanbul, sondern auch Anatolien, wo Zustände herrschen wie in einem Drittweltland. Das alles in die EU zu importieren, heißt Europa so zu verwässern, daß wir am Ende moslemische Mehrheiten in unseren Großstädten haben werden. Alles Gerede über Integration, Toleranz und Dialog wird zum sinnlosen Gefasel, wenn man nicht bereit ist, endlich konkrete Maßnahmen zu ergreifen. Am Anfang steht die banale Einsicht: Je mehr Moslems wir in unseren Städten haben, desto größer wird die terroristische Gefahr, weil dort etwaige Täter sich wie Fische im Wasser bewegen können. Wenn Gefahr im Verzug ist, bedeuten theoretische, „menschenfreundliche“ Diskurse direkte Gefahr. Sie verschleiern die Probleme, anstatt sie beim Namen zu nennen. Am Schluß bleibt die Frage, ob der Westen (allen voran die Außenpolitik der USA) diese Terrorwelle nicht selber provoziert hat. Unwissentlich natürlich – aber: Unwissenheit schützt vor Strafe nicht.

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