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CDU-Kandidat gewinnt Stichwahl: „Freie Sachsen“ unterliegen knapp bei OB-Wahl in Aue

CDU-Kandidat gewinnt Stichwahl: „Freie Sachsen“ unterliegen knapp bei OB-Wahl in Aue

CDU-Kandidat gewinnt Stichwahl: „Freie Sachsen“ unterliegen knapp bei OB-Wahl in Aue

Knappes Rennen um den Oberbürgermeister-Sessel: Marcus Hoffmann (CDU, links) setzt sich in Aue-Bad Schlema gegen Stefan Hartung (Freie Sachsen) durch.
Knappes Rennen um den Oberbürgermeister-Sessel: Marcus Hoffmann (CDU, links) setzt sich in Aue-Bad Schlema gegen Stefan Hartung (Freie Sachsen) durch.
Knappes Rennen um den Oberbürgermeister-Sessel: Marcus Hoffmann (CDU, links) setzt sich in Aue-Bad Schlema gegen Stefan Hartung (Freie Sachsen) durch. Fotos: picture alliance/dpa | Jan Woitas
CDU-Kandidat gewinnt Stichwahl
 

„Freie Sachsen“ unterliegen knapp bei OB-Wahl in Aue

Am Ende drehen die Briefwahlstimmen das Ergebnis: Der CDU-Kandidat Marcus Hoffmann ist neuer Oberbürgermeister von Aue-Bad Schlema. Doch fast jeder Zweite stimmte für den Bewerber der „Freien Sachsen“.
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AUE-BAD SCHLEMA. Der neue Oberbürgermeister der 2019 aus der Stadt Aue und der Gemeinde Bad Schlema fusionierten Stadt Aue-Bad Schlema heißt Marcus Hoffmann. Der CDU-Kandidat setzte sich in der Stichwahl mit 52,67 Prozent gegen den Mitgründer der rechten Kleinpartei „Freie Sachsen“, Stefan Hartung (47,33 Prozent), durch.

Nach der Auszählung der Urnenwahlstimmen hatte Hartung mit einem Vorsprung von 148 Stimmen vorn gelegen. Die Briefwähler sorgten dann für die Wende: Sie stimmten mit übergroßer Mehrheit für Hoffmann. Die Wahlbeteiligung lag mit 62 Prozent etwas höher als vor vier Wochen.

Im ersten Wahlgang am 10. Mai hatte Hartung unter fünf Bewerbern Platz eins erreicht. Mit 29,0 Prozent verfehlte er jedoch die absolute Mehrheit. Der jetzt gewählte Oberbürgermeister hatte nur hauchdünn den Einzug in die Stichwahl geschafft. Er lag mit 23,6 Prozent lediglich einen Punkt vor dem Kandidaten der Freien Wähler. Direkt dahinter folgte der AfD-Bewerber.

„Freie Sachsen“ laut Verfassungsschutz rechtsextrem

Bevor Hartung die Partei „Freie Sachsen“ gründete, war er jahrelang Funktionär der NPD, die sich heute „Die Heimat“ nennt. Der 37jährige ist Mitglied des Stadtrates und des Kreistages von Aue-Bad Schlema.

Die CDU konnte mit dem Wahlerfolg ihre Hochburg verteidigen. Seit der Wiedervereinigung 1990 stellt sie immer den Oberbürgermeister. Zunächst regierte Emanuel Klan bis 1999. Danach folgte Heinrich Kohl, der nach 27 Jahren nun altersbedingt aus dem Amt scheidet. Sein designierter 41 Jahre alter Nachfolger Hoffmann arbeitet bisher im Bauamt der Stadt.

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Der sächsische Verfassungsschutz stuft die „Freien Sachsen“ als rechtsextrem ein. Diese seien eine „als Partei organisierte Gruppierung von Neonationalsozialisten, Die-Heimat-Funktionären und weiteren Szeneangehörigen oder -sympathisanten“. Ihre verfassungsfeindlichen Aktivitäten richteten sich gegen den Bestand des Bundes, heißt es. So strebe die Partei mehr Autonomie für Sachsen an – notfalls auch einen sogenannten „Säxit“, den Austritt aus der Bundesrepublik. (fh)

Knappes Rennen um den Oberbürgermeister-Sessel: Marcus Hoffmann (CDU, links) setzt sich in Aue-Bad Schlema gegen Stefan Hartung (Freie Sachsen) durch. Fotos: picture alliance/dpa | Jan Woitas
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