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St. Petersburg: Nicht nur die AfD: Deutsche Unternehmer reisen zu Putins Wirtschaftsgipfel

St. Petersburg: Nicht nur die AfD: Deutsche Unternehmer reisen zu Putins Wirtschaftsgipfel

St. Petersburg: Nicht nur die AfD: Deutsche Unternehmer reisen zu Putins Wirtschaftsgipfel

Russlands Präsident Wladimir Putin ist Gastgeber des Wirtschaftsforums in St. Petersburg.
Russlands Präsident Wladimir Putin ist Gastgeber des Wirtschaftsforums in St. Petersburg.
Russlands Präsident Wladimir Putin ist Gastgeber des Wirtschaftsforums in St. Petersburg. Foto: picture alliance / Sipa USA | Kommersant Photo Agency
St. Petersburg
 

Nicht nur die AfD: Deutsche Unternehmer reisen zu Putins Wirtschaftsgipfel

Während der Besuch von AfD-Vertretern beim Wirtschaftsforum in St. Petersburg für Aufregung sorgt, kommt heraus: Auch namhafte deutsche Unternehmer sind bei Putins Veranstaltung dabei.
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ST. PETERSBURG. Diverse deutsche Unternehmer haben ihre Teilnahme am Internationalen Wirtschaftsforum (SPIEF) in St. Petersburg zugesagt. Das geht aus dessen Programm für den Business-Dialog hervor, wie die dpa berichtet. Gastgeber des SPIEF ist Russlands Präsident Waldimir Putin. Es findet von Mittwoch bis Sonnabend statt.

Unter den deutschen Gästen sind der in Russland mit der Gruppe EkoNiva tätige Milchproduzent Stefan Dürr und der langjährige Geschäftsführer der Globus Holding, Thomas Bruch.

Der Vorstandsvorsitzende der Deutsch-Russischen Auslandshandelskammer, Matthias Schepp, erklärte den Schritt auch damit, dass Unternehmer aus den USA und Frankreich bereits seit vorigem Jahr wieder an dem Business-Dialog teilnehmen: „Nicht zuletzt für den Moment nach einem Waffenstillstand wollen wir wie andere große westliche Länder die wirtschaftliche Brücke nach Russland erhalten und die mehr als 100 Milliarden deutscher Vermögenswerte in Russland schützen.“

1.600 deutsche Unternehmen in Russland

Bei Putins Wirtschaftsforum sind laut Ankündigung auch der Emir von Katar, Tamim bin Hamad Al Thani, der chinesische Präsident Xi Jinping, und der Premierminister von Indien, Narendra Modi, präsent.

Schepp sagte: „Der Westen sollte Russland, seinen großen Markt und seine Rohstoffe nicht auf Dauer Asien überlassen.“ Allein die Chinesen hätten im ersten Quartal dieses Jahres 1.400 neue Unternehmen in Russland gegründet.

Insgesamt sind nach Angaben der Kammer rund 1.600 deutsche Unternehmen weiter aktiv in Russland. Ihr gesamter Umsatz, also nicht nur Russland, lag im vergangenen Jahr demnach bei etwa 20 Milliarden Euro. Bis zum Beginn des Ukrainekrieges war Deutschland der größte europäische Handelspartner Russlands – mit einem Volumen von 59,7 Milliarden Euro 2021. Wegen der Sanktionen ist das deutsch-russische Handelsvolumen 2025 auf unter zehn Milliarden Euro gesunken.

Putin begrüßt weitere deutsche Prominente

Nach St. Petersburg reisen auch drei hochrangige AfD-Politiker. Dass der außenpolitische Sprecher der Bundestagsfraktion, Markus Frohnmaier, der wirtschaftspolitische Sprecher Steffen Kotré und der sächsische Parteichef Jörg Urban an dem Wirtschaftsforum teilnehmen, hatte für scharfe Kritik der anderen Parteien gesorgt. Dies sei ein weiterer Beleg für die Nähe der Partei zu Putin.

Mit dabei sind auch der Dirigent Justus Frantz, der Verleger Holger Friedrich (Berliner Zeitung, Ostdeutsche Allgemeine) und der Filmemacher und Journalist Hubert Seipel. (fh)

Russlands Präsident Wladimir Putin ist Gastgeber des Wirtschaftsforums in St. Petersburg. Foto: picture alliance / Sipa USA | Kommersant Photo Agency
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