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Deutschlands Zukunft, NGOs und die „Brandmauer“: Ex-VW-Chef Müller warnt vor „DDR 2.0“

Deutschlands Zukunft, NGOs und die „Brandmauer“: Ex-VW-Chef Müller warnt vor „DDR 2.0“

Deutschlands Zukunft, NGOs und die „Brandmauer“: Ex-VW-Chef Müller warnt vor „DDR 2.0“

Ex-VW-Chef Matthias Müller sorgt sich um die politische Entwicklung Deutschlands (Archivbild).
Ex-VW-Chef Matthias Müller sorgt sich um die politische Entwicklung Deutschlands (Archivbild).
Ex-VW-Chef Matthias Müller sorgt sich um die politische Entwicklung Deutschlands (Archivbild). Foto: picture alliance / Philipp von Ditfurth/dpa | Philipp von Ditfurth
Deutschlands Zukunft, NGOs und die „Brandmauer“
 

Ex-VW-Chef Müller warnt vor „DDR 2.0“

Nach Auffassung von Ex-VW-Chef Müller droht Deutschland ein dramatischer Niedergang. Von der „Brandmauer“ zur AfD hält er auch nichts. Seine Begründung dürfte der Partei jedoch nicht gefallen.
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BERLIN. Der frühere Volkswagen-Chef Matthias Müller hat seine düstere Prognose bekräftigt, Deutschland bewege sich in Richtung einer „DDR 2.0“. „Wir sind auf dem Weg in einen Vollkaskostaat. Die Bürger verstecken sich zunehmend hinter dem Staat und übernehmen immer weniger Eigenverantwortung. Wir sind satt geworden, ein Volk von Egoisten, bei dem Gemeinnützigkeit keine große Rolle mehr spielt. Viele rufen nach Veränderung, aber wenn es konkret wird, will niemand betroffen sein“, sagte er dem Portal t-online.

Blieben tiefgreifende Reformen aus, drohe ein wirtschaftlicher Niedergang, wie ihn Deutschland seit Jahrzehnten nicht erlebt habe, warnte der ehemalige Top-Manager. Bildungspolitik, Rentenpolitik, Sozialpolitik, Migration, Bürgergeld und Verkehrspolitik müssten zusammen gedacht werden. Die Politik sei damit jedoch „ganz offensichtlich überfordert“.

Auch im Umgang mit der AfD forderte Müller ein Umdenken. Die „Brandmauer“ sollte man „ein Stück weit öffnen“. Denn so werde „die Unfähigkeit der Partei zutage“ gebracht. Doch stattdessen sorge die „Brandmauer“ der anderen Parteien nur dafür, dass sich die Partei „schön eingehegt weiterentwickeln kann“. Außerdem betonte der Ex-VW-Chef, unter ihren Wählern seien nicht nur Rechtsradikale, sondern auch rechtskonservative und frühere CDU- oder CSU-Wähler, die aus Enttäuschung zur Partei gewechselt seien.

Müller: Union muss sich AfD-Frage stellen

Eine Normalisierung der AfD wollte Müller darin nicht sehen. Zugleich betonte er, die Partei sei „eine Partei im Sinne unseres Parteiengesetzes“. Die Union werde sich der Frage einer Öffnung zur AfD früher oder später stellen müssen – auf Bundesebene spätestens in drei Jahren, auf Landesebene womöglich schon im Herbst.

Zugleich griff Müller die staatliche Finanzierung politischer NGOs an. Es müsse hinterfragt werden, ob der Staat Aufgaben, die er selbst übernehmen sollte, an Organisationen wie die Deutsche Umwelthilfe oder den BUND delegiere. Verbände, die staatlich finanziert würden und zugleich „sehr aktiv im politischen Vorfeld Meinungsbildung betreiben“, sollten nach seiner Auffassung kein staatliches Geld mehr erhalten. (ag)

Ex-VW-Chef Matthias Müller sorgt sich um die politische Entwicklung Deutschlands (Archivbild). Foto: picture alliance / Philipp von Ditfurth/dpa | Philipp von Ditfurth
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