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Schon am 30. Januar: Berlin schafft auf den Zeugnissen fünf Deutsch-Noten ab

Schon am 30. Januar: Berlin schafft auf den Zeugnissen fünf Deutsch-Noten ab

Schon am 30. Januar: Berlin schafft auf den Zeugnissen fünf Deutsch-Noten ab

Berlins Bildungssenatorin Katharina Günther-Wünsch mit ihrem Lebensgefährten, dem Regierenden Bürgermeister Kai Wegner.
Berlins Bildungssenatorin Katharina Günther-Wünsch mit ihrem Lebensgefährten, dem Regierenden Bürgermeister Kai Wegner.
Berlins Bildungssenatorin Katharina Günther-Wünsch mit ihrem Lebensgefährten, dem Regierenden Bürgermeister Kai Wegner. Foto: picture alliance / Geisler-Fotopress | Nicole Kubelka
Schon am 30. Januar
 

Berlin schafft auf den Zeugnissen fünf Deutsch-Noten ab

In Berliner Grundschulen erhielten die Kinder bisher detaillierte Noten zu ihren Deutsch-Kenntnissen. Die fallen auf Anweisung der CDU-Bildungssenatorin schon mit dem Halbjahreszeugnis in zehn Tagen weg. Die Begründung erstaunt.
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BERLIN. Auf den am 30. Januar zu vergebenden Zeugnissen wird es in Berlin gravierende Änderungen geben. Die Grundschulkinder, die ohnehin erst aber der dritten bzw. vierten Klasse benotet werden, erhalten keine Unterzensuren mehr in Deutsch. Es wird lediglich eine Gesamtnote eingetragen.

Bisher wurden „Sprechen und Zuhören“, „Schreiben – Texte verfassen“, „Schreiben – Rechtschreiben“, „Sprachwissen – Sprachbewußtheit“ und „Lesen – Mit Texten und Medien umgehen“ einzeln bewertet. Daraus ergab sich dann die Gesamtnote für Deutsch.

Auf Anweisung der Berliner Bildungssenatorin Katharina Günther-Wünsch (CDU), der Lebensgefährtin des Regierenden Bürgermeisters Kai Wegner (CDU), fällt dies nun weg. Übrig bleibt lediglich „Deutsch“.

Berliner Lehrer soll Arbeit erspart bleiben

Pädagogischer Hintergrund der detaillierten Leistungsdokumentation war es, den Schülern differenzierte Hinweise zu geben, wo sie sich verbessern müssen. Auch die Eltern konnten nachvollziehen, wie sich die Note zusammensetzt und in welchem Bereich sie mit ihrem Kind üben sollten.

Eine Sprecherin von Günther-Wünsch teilte dem Tagesspiegel nun mit, man wolle „die Leistungsbewertung auf dem Zeugnis stärker bündeln und klarer von der differenzierten, lernprozeßbegleitenden Rückmeldung trennen“. Am Rahmenlehrplan werde sich nichts verändern.

Beim Streichen der Teilnoten scheint aber auch ein anderer Grund eine Rolle gespielt zu haben. Den Lehrern soll die Arbeit bei der Zeugniserstellung erleichtert werden. Die Erstellung der Unternoten sei sehr bürokratisch und zeitraubend, heißt es. Die detaillierten Zensuren gab es in Berlin seit mehr als 50 Jahren.

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Berlins Grundschulwesen weist aber noch eine weitere Besonderheit auf: Zu Beginn der dritten Klasse können Eltern abstimmen, ob ihre Kinder mit diesem Schuljahr Zensuren erhalten sollen oder erst ab der vierten Klasse. Entscheiden sich die Eltern dagegen, bekommen die Kinder in der dritten Klasse weiterhin ein Zeugnis, auf dem mit Kreissymbolen einzelne Kompetenzfelder bewertet werden.

In Berlin geht die Grundschule bis zur sechsten Klasse. Erst danach steht der Wechsel auf die Sekundarschule oder das Gymnasium an. (fh)

Berlins Bildungssenatorin Katharina Günther-Wünsch mit ihrem Lebensgefährten, dem Regierenden Bürgermeister Kai Wegner. Foto: picture alliance / Geisler-Fotopress | Nicole Kubelka
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