Nicole Jordan hat aufgehört zu zählen. „Es muß der 50. Anschlag in den vergangenen zehn Jahren gewesen sein“, sagt sie der JUNGEN FREIHEIT am Telefon. Jordan ist Hamburgerin, Mutter, Ehefrau und politisch engagiert – für die AfD. Das macht sie zur Zielscheibe. Als ihr Mann am Freitag um 6 Uhr zur Arbeit aufbrechen will, ist das Tor zum Grundstück mit einem Fahrradschloß versperrt. Angebracht von Unbekannten. „Der Antifa“, vermutet die Politikerin. Familie Jordan ruft die Polizei.
Die Staatsschutzabteilung hat die Ermittlungen aufgenommen, teilt eine Sprecherin der Hamburger Polizei der JUNGEN FREIHEIT mit. In welche Richtung die Behörde ermittelt, wollte sie nicht bekanntgeben. Laut Jordan wurden keine Selbstbezichtigungsschreiben hinterlassen. Von der Polizei heißt es lediglich: „Die Ermittlungen dauern an.“
„Ich lasse mich nicht einschüchtern“
Was die Politikerin und ihr Mann nicht sofort wußten: Die Unbekannten besprühten eine Haushälfte mit schwarzer Farbe. Erst als Jordan ihre Tochter weckte, bemerkte sie, daß das Fenster stark verschmutzt war. Der Siebenjährigen erklärt sie, daß „irgendwelche Bekloppten“ für den Schaden verantwortlich wären. „Was sonst soll ich einer Siebenjährigen sagen?“, fragt Jordan im Gespräch mit der JF. Ihrer Tochter ginge es allerdings gut, sie habe sich zum Teil an die Angriffe gewöhnt.
Die armselige Terroristische Antifa hat mal wieder zugeschlagen. Diesmal das Kinderzimmerfenster meine 7 jährigen Tochter. Keine Sorge, ich mache weiter. pic.twitter.com/wEHdmZi7vG
— Nicole Jordan (@NicoleJ61001834) April 4, 2025
Jordan erinnert sich an Vorfälle aus den vergangenen Jahren. „Es wurde Pyrotechnik gezündet, was problematisch ist, da wir viel geschlagenes Holz auf dem Grundstück haben.“ Auch vergammelter Fisch sei bereits als Mittel gegen sie eingesetzt worden. Sie allerdings will weiter Politik machen. „Ich lasse mich nicht einschüchtern“, betont sie.