BERLIN. Die Bundesregierung rechnet laut einem Zeitungsbericht mit einer halben Million Asylsuchenden in diesem Jahr. Dies wäre im Vergleich zum Vorjahr eine Halbierung der Flüchtlingszahlen. Nach einem Bericht der Rheinischen Post habe der Chef des Bundesamtes für Migration und Flüchtlinge, Frank-Jürgen Weise, von Bundesinnenminister Thomas de Maizière (CDU) die Vorgabe bekommen, sich auf einen Flüchtlingszuzug von 500.000 Personen in diesem Jahr vorzubereiten.
Die Welt berichtet hingegen, es gebe noch keine Prognose des Bundes, wie viele Asylsuchende in diesem Jahr nach Deutschland kommen könnten. Die Bundesregierung wolle zuerst die Verhandlungen mit den übrigen EU-Mitgliedstaaten zur Verringerung des Flüchtlingsansturms abwarten.
Im Januar bereits mehr als 90.000 Asylsuchende
Im vergangenen Jahr hatten Bundesinnenministerium und Bundesamt für Migration und Flüchtlinge ihre Prognose für die Asylzahlen mehrfach nach oben korrigieren müssen.
Im Januar sind bereits mehr als 90.000 Asylsuchende in Deutschland registriert worden. Allein in Bayern zählte das Innenministerium 63.800 neuangekommene Asylsuchende.
Laut Welt hat das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge derzeit noch mit der Bewältigung von 370.000 unerledigten Asylanträgen zu kämpfen. Hinzu kämen zwischen 300.000 und 400.000 Flüchtlinge, die eingereist seien, aber noch keinen Antrag auf Asyl gestellt hätten. (krk)