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Über Pirinçci, Ängste und Stutenbissigkeit

Das Buch von Akif Pirinçci hat die von Ignoranz durchsetzten Aggressionen entfacht, die im Tollhaus Deutschland zu erwarten gewesen waren. Überrascht hat mich höchstens, daß der Literatur-Chef der Zeit, Ijoma Mangold, im Mediengeheule einen besonders schrillen Part übernommen hat. Ich hatte Mangold bis dato als einen klugen, differenziert urteilenden und kultivierten Schreiber wahrgenommen. Auf sein […] mehr »
Blick auf dem Kreml: Kampf gegen „das unipolare, unifizierte Modell der Welt“ Foto: pixelio.de / Cornerstone
Rußland-Politik76

Den kalten Krieg beenden

Kritik an Putins Rußland ist wohlfeil. Statt moralischer Entrüstung wäre souveräne Außenpolitik angebrachter. Denn Putin wird bekämpft, weil er die unipolare Strategie durchschaut und ihr entgegentritt. mehr »
Familie

Nicht alternativlos

Über 100.000 Bürger haben eine Petition unterzeichnet, die sich gegen den Plan der grün-roten Landesregierung wendet, „Akzeptanz sexueller Vielfalt“ fächerübergreifend in den Lehrplan aufzunehmen. Für die intakten Familien, die bis heute die Mehrheit bilden, sind die Pläne der Landesregierung eine glatte Provokation. Der Staat macht die Elternschaft von Vater und Mutter vor den eigenen Kindern als spießiges Rollenmodell lächerlich. mehr »
Ein deutscher Soldat wärend der Schlacht an der Somme (1916): Eine Traumwelt aus angehäufter Schuld Foto: Wikipedia / Deutsches Bundesarchiv
Erster Weltkrieg35

Vom Sonderweg abkommen

Im nun beginnenden Jahr 2014 wird sich zeigen, was außerhalb Deutschlands jeder weiß: Es gibt keinen europäischen Geschichtskonsens. Der Erste Weltkrieg, der vor 100 Jahren ausbrach, wird nach wie vor aus nationalen Sichtweisen betrachtet und bewertet. mehr »
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Von Krypto-Sadisten und Kopftretern

Der Prozeß gegen Christian Wulff gleicht dem Hornberger Schießen. Man mußte den Ex-Bundespräsidenten wirklich nicht mögen, um die Anklage, er habe sich für 720 Euro kaufen lassen, von Anfang an lächerlich zu finden. Das Verfahren hat den einzigen Zweck, dem politischen, juristischen und medialen Aufwand, mit dem Wulff zum Rücktritt gezwungen wurde, den Anschein von […] mehr »
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Einheitsstaat27

Der europäische Patient

Die Bundestagswahl ist kaum vorbei, da ergreifen schon wieder jene das Wort, die sich als die Vordenker und Elite Europas verstehen. Sie fordern unter anderem eine „robuste Bankenunion“, eine mit „Durchgriffsrechten“ ausgestattete „Euro-Regierung“ und eine „gemeinsame Arbeitslosenversicherung“. Das Erwartbare also.. Ein Kommentar von Thorsten Hinz. mehr »
Foto: Imago
Geschichte46

Die Provokation

Ein polnischer Künstler erregt Aufsehen mit der Plastik einer im Krieg vergewaltigten deutschen Frau. Das fügt sich in eine Tendenz ein, die seit längerem zu beobachten ist. Polen, Tschechen oder Russen, vor allem die jüngeren, versuchen, die Geschichte der deutschen Gebiete, die sie heute bewohnen, zu erkunden und anzunehmen. Annäherung ist kompliziert, sie braucht Zeit. mehr »

Unbarmherzig

Das Gezerre um die Bestattung des als Kriegsverbrecher verurteilten Erich Priebke ist unwürdig. Jedes Begräbnis gibt Anlaß zur ernsten Besinnung auf das Todesschicksal und auf Gottes Gericht und Barmherzigkeit. So sagte es einst die katholische Deutsche Bischofskonferenz. Priebke ein Begräbnis zu verweigern heißt, eine antifaschistische Weltmoral an die Stelle Gottes zu setzen. Ein Kommentar von Thorsten Hinz mehr »
Mund
Sprachpolizei41

Die Macht des Wortes

Im politischen Streit entscheidet häufig die Herrschaft über Deutung der Sprache. Das mußte auch AfD-Sprecher Bernd Lucke erfahren, als er das Wort „entartet“ in den Mund nahm. Andere Politiker wie Wolfgang Schäuble oder Helmut Schmidt hatten dagegen keinen Gegenwind zu befürchten. „Die Grenzen meiner Sprache bedeuten die Grenzen meiner Welt“, heißt es bei Ludwig Wittgenstein. Was ich nicht in Worte fassen kann, das muß ich hinnehmen. mehr »
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Für immer abgebrannt?

Ja, Pommerland ist abgebrannt, und wenige interessiert’s. Es ist leicht zu erklären, warum die Wehrmachtsausstellung im Kieler Landtag gezeigt, die Ausstellung der Pommerschen Landsmannschaft hingegen gekippt wurde. Die Wehrmachtsausstellung hat die Staatsmetaphysik, deren tragende Säulen der Holocaust und die deutsche Alleinschuld am Zweiten Weltkrieg bilden, zementiert, während die Pommern sie, nun ja, relativieren wollten, indem […] mehr »