BERLIN. Mehr als jeder zweite Asylmigrant aus den acht wichtigsten nichteuropäischen Asylherkunftsländern ist ohne Arbeit. Insgesamt 49,2 Prozent der gezählten Migranten aus Syrien, Afghanistan, Eritrea, Irak, Iran, Nigeria, Pakistan und Somalia hatten im August 2025 eine Stelle, zitiert die Bild die Bundesagentur für Arbeit am Dienstag. Gezählt wurden sozialversicherungspflichtig sowie geringfügig Beschäftigte.
Die höchste Beschäftigungsquote unter den Asylsuchenden vermeldete Hamburg mit 54,7 Prozent, gefolgt von Bayern mit 54,2 Prozent und Baden-Württemberg mit 52,1 Prozent. In allen anderen Bundesländern überstieg die Zahl nicht die Hälfte der berücksichtigten Migranten. Schlußlicht in der Statistik bildeten Sachsen-Anhalt mit 43,1 Prozent, Brandenburg mit 43,2 Prozent und Mecklenburg-Vorpommern mit 44,2 Prozent.
92.000 Migranten aus Asylherkunftsländern sind Langzeitarbeitslose
Laut Herbert Brücker vom Institut für Arbeitsmarkt und Berufsforschung habe Hamburg „offensichtlich bei der Integrationspolitik, angefangen von den Sprachkursen über Bildung und Weiterbildung bis hin zur Arbeitsvermittlung, vieles richtig gemacht“, sagte er der Bild. Auch hätten Großstädte demnach grundsätzliche Vorteile für migrantische Jobsuchende, weil es dort alle Arten von Arbeitsstellen „vom Dönerverkäufer bis zum Facharzt in der Klinik“ gebe.
Bereits am Freitag hatte die Bundesregierung auf Anfrage des AfD-Bundestagsabgeordneten Jan Feser mitgeteilt, daß knapp jeder dritte Langzeitarbeitslose im Jahr 2024 nicht über die deutsche Staatsbürgerschaft verfügt hatte (die JF berichtete). Von über 317.000 vermeldeten Ausländern, die mindestens zwölf Monate lang keine Beschäftigung hatten, waren rund 92.000 Personen aus Asylherkunftsländern. (kuk)






