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Dunkle Prognose: Die Pleitewelle wird Deutschland auch 2026 hart treffen

Dunkle Prognose: Die Pleitewelle wird Deutschland auch 2026 hart treffen

Dunkle Prognose: Die Pleitewelle wird Deutschland auch 2026 hart treffen

2025 schwappte die Pleitewelle erbarmungslos über Deutschland. Auch für das laufende Jahr ist keine Entspannung in Sicht. Foto: picture alliance / CHROMORANGE | Michael Bihlmayer
2025 schwappte die Pleitewelle erbarmungslos über Deutschland. Auch für das laufende Jahr ist keine Entspannung in Sicht. Foto: picture alliance / CHROMORANGE | Michael Bihlmayer
2025 schwappte die Pleitewelle erbarmungslos über Deutschland. Auch für das laufende Jahr ist keine Entspannung in Sicht. Foto: picture alliance / CHROMORANGE | Michael Bihlmayer
Dunkle Prognose
 

Die Pleitewelle wird Deutschland auch 2026 hart treffen

Die Zahl großer Unternehmenspleiten ist 2025 massiv gestiegen. Experten rechnen auch 2026 mit weiteren Insolvenzen und sprechen bereits von einem strukturellen Kollaps der deutschen Wirtschaft.
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BERLIN. Die Zahl der großen Firmenpleiten in Deutschland hat im vergangenen Jahr einen neuen Höchststand erreicht (die JF berichtete). Wie eine Analyse der Unternehmensberatung Falkensteg zeigt, ist die Zahl der Insolvenzen bei Unternehmen mit mehr als zehn Millionen Euro Jahresumsatz um rund ein Viertel auf 471 Fälle gestiegen.

Seit dem Tiefpunkt nach der Corona-Zeit 2021 hat sich die Zahl der Großinsolvenzen damit nahezu verdreifacht.

Studienautor Jonas Eckhardt spricht von einer dramatischen Entwicklung. Die deutsche Wirtschaft habe nicht mehr nur mit einer konjunkturellen Schwäche zu kämpfen, sondern mit tiefgreifenden strukturellen Problemen. Der zyklische Abschwung entwickle sich zunehmend zu einem strukturellen Kollaps. Für viele mittelständische Betriebe gehe es nicht mehr um vorübergehende Einbußen, sondern um das wirtschaftliche Überleben.

Auch 2026 droht ein Pleitenjahr zu werden

Auch für das laufende Jahr erwarten die Experten keine Entspannung. Falkensteg rechnet 2026 mit einem weiteren Anstieg der Großinsolvenzen um zehn bis zwanzig Prozent auf mehr als 500 Fälle. Besonders unter Druck bleibt demnach die verarbeitende Industrie. Überkapazitäten, sinkende Margen und stockende Investitionen erschweren notwendige Anpassungen erheblich.

Als zentrale Ursachen nennt die Studie eine Mischung aus anhaltender Konsumzurückhaltung, geopolitischer Unsicherheit sowie strukturellen Krisen in Schlüsselbranchen wie dem Maschinenbau und der Automobilindustrie. Hinzu kämen Fachkräftemangel, hohe Energiekosten und eine ausufernde Bürokratie, die Investitionen zusätzlich bremsten.

Besonders stark betroffen waren 2025 Hersteller von Metallwaren, die erstmals die Autozulieferer als Branche mit den meisten Insolvenzen ablösten. Deutliche Zuwächse verzeichnete auch die Elektrotechnik. Staatliche Impulse aus Infrastrukturprogrammen seien bislang kaum spürbar, so das Fazit der Studie. Eine rasche wirtschaftliche Trendwende gilt daher als unwahrscheinlich. (rr)

2025 schwappte die Pleitewelle erbarmungslos über Deutschland. Auch für das laufende Jahr ist keine Entspannung in Sicht. Foto: picture alliance / CHROMORANGE | Michael Bihlmayer
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