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Traum vom Eigenheim: Selbst Gutverdiener können sich Hauskauf nun kaum noch leisten

Traum vom Eigenheim: Selbst Gutverdiener können sich Hauskauf nun kaum noch leisten

Traum vom Eigenheim: Selbst Gutverdiener können sich Hauskauf nun kaum noch leisten

Hauskauf (Symbolbild): Wegen der Inflation haben viele Deutsche weniger Geld zur Verfügung
Hauskauf (Symbolbild): Wegen der Inflation haben viele Deutsche weniger Geld zur Verfügung
Hauskauf (Symbolbild): Wegen der Inflation haben viele Deutsche weniger Geld zur Verfügung Foto: picture alliance / Zoonar | Marco Martins
Traum vom Eigenheim
 

Selbst Gutverdiener können sich Hauskauf nun kaum noch leisten

Selbst Besserverdiener können sich einen großen Teil der inserierten Immobilien nicht mehr leisten. Grund dafür sind neben der Inflation auch politische Maßnahmen, die die Wohneigentumsbildung verteuern.
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BERLIN. Der Anteil der erschwinglichen Wohnungen in Deutschland ist im vergangenen Jahr weiter gesunken. Für Paare mit einem Nettoeinkommen von rund 3.700 Euro kamen nur 28 Prozent aller angebotenen Häuser kostentechnisch überhaupt in Frage, wie aus einer Studie des Kölner Instituts für Wirtschaft (IW) hervorgeht. Zum Jahresbeginn waren es noch rund 40 Prozent gewesen.

Selbst für die einkommensstärksten 20 Prozent aller Haushalte sanken die Kaufmöglichkeiten von 62 auf 47 Prozent. Besonders drastisch erhöhen sich die Immobilienpreise in Großstadtregionen. Dort hat sich der Anteil an erschwinglichen Angeboten für die Gruppe der Besserverdiener mehr als halbiert. Selbst in den angrenzenden Regionen waren für sie etwa 46 Prozent der inserierten Immobilien nicht mehr finanzierbar.

Inflation schrumpft das Budget der Deutschen

Grund für die Entwicklung sei nicht ein Preisanstieg, sondern der geschrumpfte Betrag, den die Bevölkerung während der Inflation zur Verfügung habe. Laut dem IW hatten die Deutschen im vergangenen Jahr mit Baukostenanstiegen, der Energiekrise sowie der Zinswende zu kämpfen. Wer mehr für Strom oder Gas ausgeben müsse, habe weniger Möglichkeiten, für ein Haus zu sparen.

Politische Maßnahmen verteuerten die Wohneigentumsbildung zusätzlich. „Die Politik agiert in diesem Jahr durch die Reduktion der Fördermittel für den Neubau und im Bestand prozyklisch, verstärkt die Kostensteigerungen für potenzielle wohneigentumsbildende Haushalte also noch“, erläutern die Autoren der Studie.

Weniger Hauskäufe – weniger freie Mietwohnungen

Die Kaufzurückhaltung bei Eigentumsimmobilien wirke sich indes auch auf den Mietwohnungsmarkt aus. Weil sich weniger Menschen im vergangenen Jahr den Traum vom Eigenheim erfüllen konnten, wurden auch weniger Mietwohnungen frei.

„Die Wohnungspolitik muß reagieren. In der aktuellen Marktphase gilt es mehr denn je, aktive Wohneigentumspolitik zu gestalten“, fordern die Autoren der IW-Studie. „Hierzu gehören die Einführung einer progressiven Grunderwerbsteuer mit Grundsteuerfreibeträgen für Erstkäufer und Selbstnutzer, die Einführung von Nachrangdarlehen und einer Hypothekenversicherung.“ (zit)

Hauskauf (Symbolbild): Wegen der Inflation haben viele Deutsche weniger Geld zur Verfügung Foto: picture alliance / Zoonar | Marco Martins
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