Datenschutz

Kartellamt ermittelt gegen Facebook

BONN. Das Bundeskartellamt hat ein Verfahren gegen Facebook eröffnet. Dem Internet-Konzern wird vorgeworfen, Verträge auszuhandeln, die gegen datenschutzrechtliche Vorschriften verstoßen. „Marktbeherrschende Unternehmen unterliegen besonderer Pflichten“, sagte Amtspräsident Andreas Mundt. „Für werbefinanzierte Internetdienste wie Facebook haben die Nutzerdaten eine herausragende Bedeutung.“

Die Behörde geht vor allem der Frage nach, „ob die Verbraucher über die Art und den Umfang der Datenerhebung hinreichend aufgeklärt werden“. Dabei geht es vor allem um den Vorwurf, Facebook nutze seine Machtposition für Vertragsklauseln, die dem Anbieter eine Erhebung persönlicher Daten aus verschiedensten Quellen und in großem Umfang ermögliche.

Es gehöre zu „angemessene Vertragsbedingungen zu verwenden, soweit sie marktrelevant sind“, sagte Mundt. Das Verfahren gegen den Mutterkonzern, seinen europäischen Ableger in Irland und Facebook Germany wird in Absprache mit der Europäischen Kommission und Wettebewerbsbehörden der EU-Mitgliedsstaaten geführt. Auch Verbraucherschutzverbände und Datenschutzbeauftragte seien beteiligt. (FA)

Facebook-Chef Mark Zuckerberg bei einer Veranstaltung in der Arna Berlin: Ermittlungsverfahren des Bundeskartellamtes Foto: Facebook / picture alliance / dpa

Unterstützung

Wenn Ihnen der Artikel gefallen hat: Unterstützen Sie die JF mit einer Spende.

Der nächste Beitrag

ähnliche Themen

All articles loaded
No more articles to load

aktuelles

All articles loaded
No more articles to load