Euromünze
Die Euro-Krise spitzt sich zu Foto: rg

Gutachten
 

Euro-Politik kostet deutsche Sparer Milliarden

BERLIN. Die Niedrigzinspolitik der Europäischen Zentralbank (EZB) hat die Deutschen in den vergangenen fünf Jahren 112,5 Milliarden gekostet. Dies geht aus einer Untersuchung der DZ Bank hervor, die der Welt vorliegt. Demnach kommen in diesem Jahr weitere 71 Milliarden Euro hinzu.

Pro Person ergibt sich damit ein Wert von fast 1.400 Euro. „Sollte es bis Ende 2020 dauern, bis das Normalzinsniveau wieder erreicht wird, erleidet ein heute 47jähriger bezogen auf das durchschnittliche Geldvermögen insgesamt Zinseinbußen von 4.900 Euro“, sagte der Wirtschaftsexperte der DZ Bank, Michael Stappel. In diesen Zahlen sind bereits die Vorteile der niedrigen Zinsen, etwa bei Krediten oder Immobiliengeschäften, eingerechnet.

Derzeit liegt der Leitzins der EZB in der Eurozone bei 0,05 Prozent. Viele Banken, die ihr Geld bei der Zentralbank anlegen, können deswegen auf Sparbücher und Festgeldkonten kaum noch Zinsen anbieten. Profiteur dieser Politik sind dagegen etwa hochverschuldete Staaten wie Griechenland, die so günstiger an Kredite kommen. (ho)

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