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Europäische Union
 

Entscheidung über Frauenquote vertagt

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EU-Kommissarin Viviane Reding, treibende Kraft hinter der EU-Frauenquote Foto: Ronald Gläser

BRÜSSEL. Die EU-Kommission hat die Entscheidung über die Einführung einer Frauenquote verschoben. Im November soll erneut über das Vorhaben beraten werden. Justizkommissarin Viviane Reding twitterte am Dienstag: „Ich werde nicht aufgeben.“ 

Die EU-Kommissarin Reding hatte eine Pressekonferenz zur Einführung einer Zwangs-Frauenquote am Dienstag kurzfristig abgesagt. Reding gilt als treibende Kraft in der Brüsseler Kommission bei diesem Unterfangen. Aber es gibt auch Widerstände innerhalb der Kommission. Offenbar haben sich diese Kräfte am Dienstag durchgesetzt. Der Sprecher der EU-Kommission, Olivier Bailly, teilte mit, die Kommission sei sich einig, daß die „Geschlechterbalance in Angriff genommen werden“ müsse. Um einen Konsens zu erreichen, müsse die Angelegenheit aber bis zu 14. November vertagt werden.

Vierzig Prozent aller Vorstandsposten für Quotenfrauen

Die Luxemburgerin Reding will, daß bis 2020 mindestens vierzig Prozent aller Vorstandsposten in Unternehmen von Frauen besetzt sind. Staatliche Betriebe sollen die Quote noch schneller einführen. Beobachter werten die Verschiebung des Beschlusses als Niederlage für Reding.

Kritik wurde auch im EU-Parlament laut. So widersprach die britische Tory-Abgeordnete Marina Yannakoudakis der Aussage ihrer Landsmännin Mary Honeyball (Labour, MdEP), die behauptet hatte, das EU-Parlament sei einstimmig pro-Quote eingestellt. (rg)

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