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Lizenz zur Selbstbereicherung

Anfang des Jahres hatte die Commerzbank ihre Betriebs-rentenzusagen aufgekündigt. Für das abgelaufene Geschäftsjahr wird nun ein Gesamtverlust von 2,3 Milliarden Euro angekündigt. Die Aktionäre werden keine Dividende erhalten. Weiterer Stellenabbau ist vorprogrammiert. Dagegen können sich die Investmentbanker der Commerzbank die Hände reiben. Obwohl auch ihr Geschäftsbereich einen Verlust von 32 Millionen Euro ausweist, erhalten die Spitzenmanager eine Bonusausschüttung von insgesamt 130 Millionen Euro. Die Auszahlung erfolgt nicht in Unternehmensaktien, sondern in bar zur sofortigen Verwendung. Es ist kaum anzunehmen, daß Vorstand und Aufsichtsrat der Commerzbank bei diesem Coup leer ausgehen oder sogar draufzahlen müssen, sonst hätte dieses Selbstbereicherungsunternehmen keine Zustimmung gefunden. Begründet wird die großzügige Gabe mit dem Argument, die Investmentbanker hätten den Vorjahresverlust ihrer Abteilung um 300 Millionen Euro verringert. Übertragen auf die kleine Welt der Normalverbraucher heißt dies: Wenn sich etwa ein Privathaushalt, der im Vorjahr 35.000 Euro Schulden gemacht hat, in diesem Jahr „nur noch“ um zusätzliche 3.000 verschuldet, darf er zur Belohnung weitere auf Kredit finanzierte 13.000 Euro ausgeben. Die 1870 im Hamburg gegründete Commerzbank ist nicht die einzige deutsche Großbank, die nach dieser Unsitte der schamlosen Selbstbereicherung verfährt. Die meisten Bankmanager haben mittlerweile weitgehend das Gefühl für Anstand und Sitte verloren. Kein Wunder, daß der Chef der Deutschen Bank, Josef Ackermann, absolut kein Unrechtsbewußtsein ob der millionenschweren Abfindungszahlungen an Esser & Co. entwickeln kann.

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