Europa im Gensmog

Mit Millionenaufwand versuchen Gentechnik-Firmen, die Kunden von ihren Produkten zu überzeugen. Vergeblich – über drei Viertel der Deutschen wollen keinen Genfraß! Noch in Erinnerung ist der „Butterfinger“ einer Schweizer Firma, die Anfang der neunziger Jahre ihre Schokoköstlichkeit nicht verkaufen konnte, weil sie in der Inhaltsangabe eine gentechnisch veränderte Zutat deklarieren mußte. Seither hat sich die Haltung der Kunden nicht geändert, aber die meisten Politiker sind inzwischen stramm auf „Genfood“-Kurs. Kein Wunder: US-Landwirtschaftsministerin Ann Veneman etwa saß vorher im Aufsichtsrat der Firma Calgene, die einst die Anti-Matsch-Gentomate entwickelte. Heute gehört Calgene Monsanto, einem der größten Konzerne der „grünen Gentechnik“, der gern jede Pflanze „zum Wohle der Menschheit“ würde. Das Institute for Agriculture and Trade Policy weiß zu berichten, daß das US-Agrarministerium mit Ex-Angestellten der Biotech-Industrie durchsetzt ist. Ähnliches gilt für die Weltbank, die die Entwicklungshilfe für die Dritte Welt zunehmend davon abhängig macht, ob ein Staat bereit ist, Genpflanzen anzubauen und zu konsumieren. Nun ist auch Europa, die letzte Bastion einer fast gentechnikfreien Zone, gefallen. Letzten Monat trat die EU-Kennzeichnungsverordnung in Kraft, ein Alibigesetz, das dem Verbraucher suggerieren soll, es gäbe eine friedliche Koexistenz zwischen genveränderten und natürlichen Lebensmitteln. Da unser Essen auf den Feldern wächst, ist dies Wunschdenken, denn der bestäubenden Biene wird man nicht erklären können, sie solle Genfelder meiden. So wird der „Gensmog“ weltweit zunehmen – mit verheerenden Folgen.

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