In eigener Sache

Nicolaus Fest: Keine Freiheit für die Feinde der Freiheit!

Eine Aussage des Publizisten Nicolaus Fest im Interview mit der JUNGEN FREIHEIT schlägt derzeit hohe Wellen. Kritiker werfen ihm Rassismus und Schüren von Fremdenfeindlichkeit vor. Diese Vorwürfe entbehren jeglicher Grundlage, wie der Kontext des Interviews zeigt. Wir dokumentieren an dieser Stelle daher die gesamte Passage, um deutlich zu machen, in welchem Zusammenhang Fest das kritisierte Zitat äußerte.

Die Redaktion

JF: Journalisten rühmen sich gerne des Mottos von Hans-Joachim Friedrichs: „Ein guter Journalist macht sich mit einer Sache nicht gemein, auch nicht mit einer guten.“

Nicolaus Fest Foto: Christian Langbehn
Nicolaus Fest Foto: Christian Langbehn

Fest: Oft zitiert, nie befolgt. Allerdings würde ich dem Satz auch nicht folgen, weil ich ihn für falsch und standpunktlos halte. Es gibt Dinge, für die man sich einsetzen muß. Meinungsfreiheit, Individualrechte, Republikanismus etwa stehen für mich nicht zur Disposition. Das ist nicht nur Grundlage unserer Arbeit, sondern auch moralische Substanz.

JF: Rührt daher Ihre Kritik am Islam?

Fest: Gewiß. Der Islam bedroht alles, wofür unser Gemeinwesen steht: Freiheitsrechte, Individualismus, Gleichberechtigung – und ich kann nicht erkennen, daß Aussicht besteht, ihn zu demokratisieren. Wenn das so wäre, müßte der Euro-Islam großen Zulauf haben, nicht die Salafisten.

JF: Sind Sie jetzt nicht fremdenfeindlich?

Fest: Schlichte Gemüter wie Volker Beck mögen Religionskritik für Fremdenfeindlichkeit halten. Tatsächlich ist Islamkritik so wenig fremdenfeindlich wie die Varusschlacht oder der Kampf der Azteken gegen die Spanier. Im Gegenteil: Wenn das Fremde unsere freiheitlich-demokratische Grundordnung bedroht, dann wird „Fremdenfeindlichkeit“ zur gesellschaftlichen Pflicht. Das ist die Konsequenz des republikanischen Appells: Keine Freiheit für die Feinde der Freiheit!

Foto: JF

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