Türen zu!

Wer je einen Gang durch unsere Räumlichkeiten gemacht hat, weiß: Die Redaktion ist ein offenes Haus, ständig stehen die Zimmertüren der Redakteure offen. Einzig Moritz Schwarz schließt seine Tür zuweilen, während er Telefoninterviews führt, und bei Silke Lührmann ist sie sogar meistens zu, weil sie sich als Schlußredakteurin auf der Suche nach Fehlerquellen in besonderer Weise konzentrieren muß. Bei allen anderen aber sind wie gesagt die Türen stets sperrangelweit offen, was zur Folge hat, daß jeder jederzeit bei jedem im Türrahmen oder gleich am Schreibtisch stehen kann. Mindestens einmal in der Woche jedoch ist alles anders. Wenn unsere Pressestelle – meistens donnerstags – die aktuelle Pressemitteilung zum Interview der Woche per Fax absetzt, schließt sich wie von Zauberhand eine Tür nach der anderen. Grund: Das Faxgerät steht in zentraler Lage im Redaktionsflur, und die piepsenden Wählgeräusche über gefühlte Stunden hinweg können einem mit der Zeit doch schwer auf den Senkel gehen. Besonders unser Chef vom Dienst Matthias Bäkermann reagiert da mittlerweile sehr dünnhäutig, während andere ihre Nerven besser im Griff haben bzw. ihre Ohren auf Durchzug schalten können. Irgendwann jedoch reicht es auch denen, und spätestens dann sind alle Türen geschlossen.

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