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Latinum mal nützlich

„Lingua quae nulli invidiae est“ – so war unser Kulturaufmacher letzte Woche überschrieben. Eine Provokation, sagten die einen – eine publizistische Sensation, die anderen. An Walter Hoeres‘ Artikel zur traditionellen katholischen Messe in der alten Bildungssprache schieden sich die Geister schärfer als an manchem anderen Text. Der Grund: Wer ein humanistisches Gymnasium besucht hat, erinnert sich meist mit Grauen an den Lateinunterricht – weniger der Sprache selbst wegen, sondern weil man immer wieder die gleichen Texte übersetzen mußte: Caesars „Gallischer Krieg“ und natürlich Cicero gegen Verres. Doch es gibt auch einige, die Latein lieben – weil sie damit zeigen können, daß sie etwas geschafft haben -, wenn auch zähneknirschend. Nur wenige beherrschen die alte Sprache wirklich, doch viele geben gerne mit ihr an: Alea jacta est (Die Würfel sind gefallen), Sic tacuisses, philosophus manisses (Hättest du geschwiegen, wärst du ein Philosoph geblieben), sind Standardfloskeln. Schließlich gibt es noch diejenigen, die Latein nie gelernt haben. Sie finden die antiquierte Sprache meist unnötig. Aber Lateinkenntnisse haben einen Vorteil: Zumindest kann man einen interessanten Text in der JF entziffern. Alle anderen finden die deutsche Übersetzung auf www.jungefreiheit.de oder können sie bei uns kostenlos unter Tel.: 030 / 86 49 53-0 bestellen.

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