Logistik des Verlages

Verlag JUNGE FREIHEIT, Greb, guten Tag!“ begrüßt den Anrufer beim Leserdienst der JF eine freundliche Stimme. Und nicht selten sind es die Anrufer, die sich gern noch einmal für die Freundlichkeit bedanken. Auch in der Zentrale und beim JF-Buchdienst begrüßt den Anrufer eine zwanglose zuvorkommende Freundlichkeit. Jede Zeitung besteht nicht nur aus einer Redaktion, sondern auch aus einer zweiten Abteilung, ohne den ein Verlag nicht überlebensfähig wäre: dem kaufmännischen Bereich. Andere Zeitungen auf dem Pressemarkt erscheinen in aller Regel in großen Verlagskonzernen, die gleichzeitig Dutzende, manchmal Hunderte von Titeln herausgeben. Bei der JF bildet alles eine Identität: Redaktion und Verlag unter einem Dach und in einer Hand. Bei der JF steht der kaufmännische Bereich auf vier Säulen: dem Leserdienst samt Abo-Verwaltung, dem Buchdienst, der Anzeigenabteilung und der Buchhaltung. Im Leserdienst arbeiten Kerstin Greb (29), Yeliz Bittermann (25), verantwortlich für den Buchdienst ist Friedhold Praetorius (50), die Anzeigenabteilung Klaus Ackermann (55), die Buchhaltung Kerstin Jarray (47). Dazu kommt die mit Querschnittaufgaben betraute Abteilung für Marketing, die Frank Schilling (32) verantwortet und Öffentlichkeitsarbeit, für die Karin Erichsen (26) und Peer Lars Döhnert (33) arbeiten, sowie ein Empfangssekretariat, das seit 2005 mit Nadine Dühring (23) besetzt ist. Nicht zuletzt natürlich Renate Renken (51), die als Chefsekretärin eine zentrale Koordinierungsaufgabe ausfüllt. Das Kernstück bildet der Leserdienst, denn die JF finanziert sich im Gegensatz zu anderen Blättern zu fast Dreiviertel über Abonnementumsätze bzw. Förderer aus dem Kreis der Leser. Im Abonnementbereich konnte die Zeitung seit dem Jahr 2000 gegen den Branchentrend im zweistelligen Prozentbereich wachsen. „Die Mitbewerber würden sich wohl gleich aus dem Fenster stürzen, wenn sie wüßten, daß wir eine Leserschaft haben, deren Bildungsstand weit über dem anderer Tages- und Wochenzeitungen liegt“, bemerkte kürzlich Frank Schilling, als er die aktuelle Leserstruktur analysiert hatte. Zu Frank Schillings Verantwortungsbereich zählt auch der Kioskvertrieb, der sich in den letzten Jahren stetig konsolidiert hat. Der JF-Buchdienst wächst ebenfalls. Lag die Quote der Leser, die den Buchdienst nutzen, 1998 noch bei mageren 32 Prozent, ist sie bis zum Jahr 2004 auf immerhin 66 Prozent gestiegen. Angezogen hat die Nachfrage, als die Zeitung im Sommer 2003 ihr Internetangebot erweiterte. Seither kann man Bücher bei der JF auch bequem online bestellen. Eine Stichwortsuche ermöglicht zuvor das gezielte Auffinden von Titeln aus dem ständig wachsenden Angebot, wobei der JF-Buchdienst natürlich auch jeden anderen im Buchhandel lieferbaren Titel besorgt. Schließlich hat zu dem erfreulichen Aufschwung auch beigetragen, daß Kunden innerhalb Deutschlands seit 2004 ihre Bestellung ab 20 Euro portofrei nach Hause gesandt bekommen. Das Anzeigengeschäft, das Herr Ackermann betreut, ist nicht einfach. Überregionale Großkunden fallen aus, weil die JF die für Agenturen magische Auflage von 100.000 nicht überschreitet, vor allem aber, weil Anzeigenkunden in der Vergangenheit öfter politisch-korrektem Druck ausgesetzt wurden. Mit Sonderrubriken und guter Betreuung konnte der Umsatz hier aber auch stetig ausgebaut werden. Die JF setzt hier verstärkt auf den Mittelstand. Immer größere Bedeutung gewonnen hat bei der JF in den letzten Jahren die Öffentlichkeitsarbeit. Mit Peer Lars Döhnert und Karin Erichsen wurde 2005/06 erstmals eine eigenständige Abteilung aufgebaut, die sich hauptverantwortlich diesem Feld widmet. Allwöchentlich werden Belegexemplare an alle in der Zeitung erwähnten Personen und Institutionen versandt – eine besondere Aufmerksamkeit der JF. Im Jubiläumsjahr wurde die Pressearbeit insbesondere mit dem Fokus auf „20 Jahre JF“ noch einmal verstärkt. Denn: Nach eigenen Schätzungen ist der Bekanntheitsgrad der Zeitung in der Gesamtbevölkerung noch viel zu niedrig. Diesen zu steigern ist Hauptaufgabe der neugeschaffenen Abteilung. Foto: Friedhold Praetorius: 66 Prozent der Abonnenten haben schon einmal ein Buch bei der JF bestellt Weitere Informationen, mit Fotos, Grafiken u.ä. finden Sie in der PDF-Datei „20 Jahre JUNGE FREIHEIT“. oder im Portal JUNGE FREIHEIT

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