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Eisfreie Arktis

Der weltweite Klimawandel hat nach Ansicht von Wissenschaftlern schon jetzt zu dramatischen Folgen für die Tier- und Pflanzenwelt in der Arktis geführt. Das Ökosystem der Meere verschiebe sich deutlich weiter nach Norden, sagte James Overland von der amerikanischen Wetter- und Ozeanbehörde vergangene Woche auf dem Alaska-Umweltforum in Anchorage. Experten rechnen damit, daß die Arktis noch vor Ende dieses Jahrhunderts in den Sommermonaten völlig eisfrei sein wird. So steht es auch in einem Bericht des Arctic Climate Impact Assessment (ACIA), an dem etwa 300 Wissenschaftler aus acht Anrainerstaaten der Arktis beteiligt waren und der bereits im November 2004 veröffentlicht wurde. Viele Berichte über die Erderwärmung vermittelten das Gefühl, die drastischen Folgen könnten auch ausbleiben, erklärte Jonathan Overpeck von der University of Arizona. Es gebe aber in dieser Frage keine Ungewißheit, so der Geowissenschaftler. Untersuchungen der US-Weltraumbehörde NASA zeigten, daß das Eis der Arktis inzwischen weniger Fläche einnehme und dünner geworden sei – Entwicklungen, die bereits vor 25 Jahren vorhergesagt wurden. „Was wir nicht vorausgesagt haben, ist, daß es so dramatisch sein würde“, sagte Overpeck. Sollte die Arktis ganz eisfrei werden, hätte das bedrohliche Auswirkungen auf die Eisbären, die nur in einer Umgebung mit Treibeis leben können. Auch Fische, Bäume und die Pflanzenwelt der Tundra wären dann bedroht. Heute leben nach Expertenschätzungen in der Arktis zwischen 22.000 und 25.000 Eisbären. In den USA will die Naturschutzbehörde jetzt einen Antrag des Zentrums für Artenvielfalt prüfen, Eisbären auf die Liste der bedrohten Tierarten zu setzen. Nützliche Tips für Reisen in die Arktis bietet unter anderem die Internetseite www.polartravel.de

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