Streikgeschädigt

Alle Räder stehen still, wenn unser starker Arm es will“. So oder so ähnlich hallte es durch mehrere Druckereihallen der Republik. Ganz der Tradition der Arbeiterbewegung verhaftet, hatte die Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft Beschäftigte aus mehr als einhundert Druckbetrieben zu Warnstreiks aufgerufen. Diese fürchteten um ihre Errungenschaften und ließen ihre Arbeit Arbeit sein. Allerdings zur unpassendsten Stunde. Denn als hätten sie nur auf die JF gewartet, kam just zu dem Zeitpunkt, als die Ausgabe 20 zu Papier gebracht werden sollte, das Signal zum Ausstand. Erstmals mußte nun also auch die JF schmerzlich erfahren, was es heißt, in die Mühlen eines Arbeitskampfes zu geraten: verzögerte Auslieferung, geringerer Umfang und schlechtere Bildqualität. Vergebens all die Liebesmüh, das brandheiße Interview in letzter Sekunde im Kasten zu haben. Vergebens die Hoffnung, mittels Aufmacher noch auf die Bundestagsabgeordneten und ihr Abstimmungsverhalten einwirken zu können. Vergebens der Gang zu Briefkasten und Kiosk. „Glück“ dagegen für die Leser, die wir vorab per E-Post von der Malaise informieren konnten. Daher unsere Bitte an die, deren E-Post-Adresse wir noch nicht haben: Teilen Sie sie uns mit – und Sie sind schneller informiert. Curd-Torsten Weick

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