NEUKIRCH. Mit deutlicher Mehrheit hat der Gemeinderat von Neukirch/Lausitz einem Antrag der AfD-Fraktion zugestimmt, vor dem Rathaus dauerhaft die Deutschland-, Sachsen- und Gemeindeflagge zu hissen. 13 Ratsmitglieder votierten mit Ja, es gab lediglich eine Enthaltung.
Die AfD hatte den Antrag mit der Begründung eingebracht, eine ständige Beflaggung sei ein sichtbares Zeichen für Ordnung, Zusammenhalt und regionale Identität (JF berichtete). „Wir haben den Antrag aus dem Kreistag als Vorlage genommen und sind sehr froh, mit diesem eindeutigen Abstimmungsergebnis ein deutliches Bekenntnis zur Heimat und zur Bundesrepublik Deutschland zu zeigen“, erklärte der Fraktionsvorsitzende Dominik Hampel nach der Sitzung.
AfD-Antrag sah ursprünglich mehr Orte für Deutschlandfahne vor
Ursprünglich hatte die AfD auch die Oberschule in den Antrag aufgenommen. Da dort jedoch keine Fahnenmasten vorhanden sind, wurde aus Kostengründen beschlossen, vorerst nur am Rathaus dauerhaft die Flaggen zu setzen. „In Zeiten knapper Kassen haben wir uns bewußt dafür entschieden, auf die Schule zu verzichten, weil am Rathaus bereits drei Masten stehen“, so Hampel.
Damit erweitert die Gemeinde die bisher vorgeschriebenen Beflaggungstage – wie etwa den Tag der Deutschen Einheit oder den 17. Juni – um eine ständige Beflaggung im Alltag. Die Verwaltung kündigte an, dafür zusätzliche Flaggen zu beschaffen, da durch den Dauerbetrieb mit höherem Verschleiß gerechnet wird.