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Grüne unglücklich über die Reaktion: Lützerath: RWE fordert Schadensersatz von Klima-Chaoten

Grüne unglücklich über die Reaktion: Lützerath: RWE fordert Schadensersatz von Klima-Chaoten

Grüne unglücklich über die Reaktion: Lützerath: RWE fordert Schadensersatz von Klima-Chaoten

Die Klimaaktivistinnen Luisa Neubauer (l) und Greta Thunberg (r) waren bei der Räumung von Lützerath anwesend
Die Klimaaktivistinnen Luisa Neubauer (l) und Greta Thunberg (r) waren bei der Räumung von Lützerath anwesend
Die Klimaaktivistinnen Luisa Neubauer (l) und Greta Thunberg stehen im von Klimaaktivisten besetzten Braunkohleort Lützerath. Der Energiekonzern RWE hat nun angekündigt Schadensersatz zu fordern. Foto: picture alliance/dpa | Federico Gambarini
Grüne unglücklich über die Reaktion
 

Lützerath: RWE fordert Schadensersatz von Klima-Chaoten

Der Energiekonzern RWE will Schadensersatz von den Klima-Chaoten fordern, die in Lützerath Gerät und Gebäude beschädigt haben. In einem anderen Fall wollte der Konzern 1,4 Millionen Euro. Die grüne Jugend empört das rechtliche Vorgehen.
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Der Energiekonzern RWE hat angekündigt, Schadensersatz von den Klima-Chaoten zu fordern, die in Lützerath Geräte und Bauwerke zerstört haben. Denn bei den Protesten in dem Dorf nahe der Abbruchkante eines Kohletagebaus sei es zu erheblichen Sachbeschädigungen gekommen. „Natürlich müssen alle Störer mit einer Schadensersatzforderung rechnen“, sagte Konzernsprecher Guido Steffen der Neuen Osnabrücker Zeitung (NOZ).

Grüne sind empört über die rechtlichen Schritte. Die konkrete Höhe der Forderungen sei bisher noch unklar. Laut RWE kam es zu „erheblichen Beschädigungen“, etwa an Fahrzeugen und Anlagen. Zudem hätten die Demonstranten gegen die gerichtlich beschlossene Räumung mehrere Brunnen und Schaltanlagen zerstört.

Grüne Jugend ist unglücklich über das rechtliche Vorgehen

Der Bundessprecher der Grünen Jugend Timon Dzenius empörte sich über das rechtsstaaliche Vorgehen des Energiekonzerns. Er meinte dazu: „RWE ist und bleibt einfach ein Scheißverein (…).“

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Zum Vergleich: Eine Person, die sich 2021 an Gleise zu einem RWE-Kohlekraftwerk gekettet hatte, verklagte der Konzern auf 1,4 Millionen Euro Schadensersatz, da ein Kraftwerk heruntergefahren werden mußte, schreibt die NOZ.

Nach der von Ausschreitungen der Klima-Chaoten begleiteten Demonstration bei Lützerath hatten bereits Sicherheitskräfte und Protestler Bilanz gezogen. Laut der Polizei wurden über 70 Beamten verletzt. Ein Teil der Verletzungen sei allerdings durchs Umknicken im schlammigen Boden entstanden. Insgesamt wurden etwa 500 Vergehen durch die Behörden festgestellt.

Gegenseitige Vorwürfe in Lützerath

Auf die Gewaltvorwürfe entgegnete der Sprecher der Polizei Aachen: „Wer bewußt und gewollt – nachdem er die erste Polizeikette schon durchbrochen hat – nicht anhält und weiter auf Polizeikräfte zurennt, dem muß man unterstellen, daß er die Auseinandersetzung gesucht hat.“ Das sei keine pauschale Rechtfertigung für jede einzelne Einsatzlage. „Aber zumindest eine klare Distanzierung von dem Vorwurf übertriebener und unnötiger Polizeigewalt.“

Die Besetzer des ehemaligen Dorfes Lützerath am Braunkohletagebau erhoben im Gegenzug schwere Vorwürfe gegen die Behörden. Es seien mehrere Personen durch Polizeigewalt lebensgefährlich verletzt worden, sagte eine Demonstrationssanitäterin am Sonntag während einer Pressekonferenz. Genau Zahlen wolle man nicht nennen, „um vor Strafverfolgung zu schützen“, twitterte die linksradikale Agentur-Chefin Emily Laquer. Die Behauptung hatten die Klima-Chaoten zwei Tage später zurückgenommen. (mp)

Die Klimaaktivistinnen Luisa Neubauer (l) und Greta Thunberg stehen im von Klimaaktivisten besetzten Braunkohleort Lützerath. Der Energiekonzern RWE hat nun angekündigt Schadensersatz zu fordern. Foto: picture alliance/dpa | Federico Gambarini
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