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Urnengang im Südwesten: SPD gewinnt Landtagswahl im Saarland

Urnengang im Südwesten: SPD gewinnt Landtagswahl im Saarland

Urnengang im Südwesten: SPD gewinnt Landtagswahl im Saarland

Saarland
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SPD-Spitzenkandidatin Anke Rehlinger vor dem Wahllokal am Sonntag Foto: picture alliance / EPA | RONALD WITTEK
Urnengang im Südwesten
 

SPD gewinnt Landtagswahl im Saarland

SAARBRÜCKEN. Die SPD hat die Landtagswahl im Saarland gewonnen. Die Sozialdemokraten um Spitzenkandidatin Anke Rehlinger erreichten laut Hochrechnung der ARD 43,4 Prozent der Stimmen. Die CDU von Ministerpräsident Tobias Hans kam auf 28,1 Prozent. Die Christdemokraten stellten seit 1999 den Regierungschef in dem Bundesland.

Beim vergangenen Urnengang 2017 hatte die CDU noch 40,7 Prozent für sich verbuchen können. Die SPD kam damals auf 29,6 Prozent. Noch-Ministerpräsident Tobias Hans (CDU) sprach in der ARD von einer „bitteren Niederlage“ und einem „herben Rückschlag“. Er übernehme die Verantwortung für die Verluste. Ob er nun zurücktritt, ließ er noch offen.

FDP muß noch bangen

Für die kleinen Parteien war es an der Saar bis zum Schluß spannend geblieben. Die AfD, die aufgrund interner Differenzen ohne Spitzenkandidat angetreten war, kam auf 5,7 Prozent und verlor damit gegenüber ihrem Ergebnis von 2017 (6,2 Prozent). Die Grünen liegen bei 5,2 Prozent (plus 1,2 Prozentpunkte) und ziehen damit wieder in den Landtag ein. Um den Einzug bangt derzeit noch die FDP mit 5 Prozent.

Mit Spannung war das Ergebnis der Linkspartei nach dem Austritt von Oskar Lafontaine erwartet worden. Der frühere Vorsitzende der Linken hatte die Partei Mitte März verlassen und sie scharf kritisiert. Die Linke erreichte laut Hochrechnung 2,6 Prozent (minus 10,2 Prozentpunkte) und fliegt damit aus dem Landtag. Andere Parteien kommen zusammen auf 10 Prozent.

Nach über 22 Jahren CDU-geführter Landesregierung steht das Saarland somit vor einem Machtwechsel. Offen ist noch, ob es für die SPD sogar zu einer absoluten Mehrheit reicht. Derzeit liegt die SPD bei 26 von 51 Landtagssitzen. Damit bräuchte sie keinen Koalitionspartner. Die Wahlbeteiligung lag bei 63 Prozent und ist damit deutlich gesunken (2017: 69,7 Prozent). (ha)

SPD-Spitzenkandidatin Anke Rehlinger vor dem Wahllokal am Sonntag Foto: picture alliance / EPA | RONALD WITTEK
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