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Energiekrise: Ölkraftwerke zur Stromerzeugung: Habeck erntet harsche Kritik

Energiekrise: Ölkraftwerke zur Stromerzeugung: Habeck erntet harsche Kritik

Energiekrise: Ölkraftwerke zur Stromerzeugung: Habeck erntet harsche Kritik

Bundeswirtschaftsminister Robert Habeck: Womöglich will er der Energiekrise mit dem Einsatz von Ölkraftwerken begegnen
Bundeswirtschaftsminister Robert Habeck: Womöglich will er der Energiekrise mit dem Einsatz von Ölkraftwerken begegnen
Bundeswirtschaftsminister Robert Habeck gerät angesichts des drohenden Energiemangels unter Druck und sucht nach neuen Methoden zur Energiegewinnung Foto: picture alliance/dpa | Kay Nietfeld
Energiekrise
 

Ölkraftwerke zur Stromerzeugung: Habeck erntet harsche Kritik

BERLIN. Die Bundesregierung hat mit Blick auf die aktuelle Energiekrise schwimmende Ölkraftwerke in der Nordsee ins Spiel gebracht, wie die Bild-Zeitung berichtet. Eine belgische Firma hat der Bundesregierung bereits ein entsprechendes Angebot gemacht, wie das Wirtschaftsministerium auf eine Anfrage der CDU hin mitteilte. Der Einsatz von entsprechenden Schiffen sei eine „risikoärmere Alternative“ zur Atomkraft, die nach dem Willen des Grünen-Wirtschaftsministers Robert Habeck maximal bis Frühjahr 2023 im Einsatz sein soll.

Die Verhandlungen mit der belgischen Firma haben noch nicht begonnen. Die zuständige Landesregierung in Niedersachsen bestätigte lediglich, daß die drei Schiffe mit je 450 Megawatt Leistung „den CO2-Ausstoß eines mittleren Kohlekraftwerks haben“. Deutliche Kritik an dem Vorhaben der Bundesregierung folgte prompt: „Habeck setzt hier kurzfristig auf Dreckschleudern, aus denen er langfristig aussteigen will – nur um den grünen Fetisch des Atomausstiegs aufrechtzuerhalten“, kritisierte der Wirtschaftswissenschaftler Jan Schnellenbach.

Spahn: Ölkraftwerke sind „unverantwortlich“

Auch in der Union stießen Habecks Pläne auf Unverständnis. CSU-Landesgruppenchef Alexander Dobrindt sagte, diese Idee enttarne „Habecks Märchen von ausreichend Strom in Norddeutschland“. Der Bundestagsabgeordnete Jens Spahn (CDU) fand ebenfalls deutliche Worte. Die Ampel verbrenne lieber die „Klimakiller“ Kohle und Schweröl, statt alle CO2-neutralen Kernkraftwerke am Netz zu lassen. Die Idee sei klimapolitischer Irrsinn und angesichts drohender Blackouts unverantwortlich.

Kraftwerk-Schiffe sind rund 140 Meter lang und erzeugen Strom in Turbinen. Pro Schiff könnten rund 450 Megawatt entstehen, alleine das Atomkraftwerk Lingen erzeugt 1.300 Megawatt. In der Regel werden entsprechende Kraftwerke von Entwicklungsländern verwendet, die sich eigene Anlagen nicht leisten können. Gerade solche Schiffe, die mit Schweröl betrieben werden, setzen große Mengen an CO2 frei. (st)

Bundeswirtschaftsminister Robert Habeck gerät angesichts des drohenden Energiemangels unter Druck und sucht nach neuen Methoden zur Energiegewinnung Foto: picture alliance/dpa | Kay Nietfeld
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