AfD Alternative für Deutschland Wahlkampagne
Migranten aus Moria landen in Hannover
Migranten aus Moria landen 2020 in Hannover Foto: picture alliance/Julian Stratenschulte/dpa

AfD-Anfrage zeigt
 

Zahl der eingeflogenen Flüchtlinge steigt stark

BERLIN. Die Bundesregierung hat in den vergangenen Jahren weit über 10.000 Flüchtlinge nach Deutschland eingeflogen. Wie eine Antwort auf eine Anfrage der AfD-Fraktion zeigt, die der JUNGEN FREIHEIT vorliegt, wurden allein in diesem Jahr bis Ende Juli 2.453 als „schutzbedürftig“ eingestufte Personen aus der Türkei und Griechenland per Flugzeug nach Deutschland gebracht.

Die Kosten „für die An- und Einreise nach Deutschland wurden vom deutschen Staat übernommen“, heißt es in der Anfrage. Die meisten von ihnen stammten aus Syrien und Afghanistan. Aber auch Flüchtlinge aus dem Kongo, Somalia sowie aus den Palästinensergebieten wurden eingeflogen.

Zwischen 2017 und 2020 hat Deutschland darüber hinaus laut der Bundesregierung 9.451 sogenannte Schutzbedürftige auf dem Luftweg nach Deutschland geholt. Auch hier wurden Reisekosten vom Bund übernommen – und damit vom Steuerzahler. Die Einreisen erfolgten über die Türkei, Ägypten, Kenia, Griechenland, Äthiopien, Libanon, Jordanien sowie über den Evakuierungsmechanismus des Flüchtlingshilfswerk der Vereinten Nationen aus Libyen über Niger.

AfD: „So wird die Flucht zu einem Luxustrip“

Die niedrigste Anzahl war mit 1.467 Eingeflogenen Corona-bedingt im vergangenen Jahr zu verbuchen. Zu den Gesamtkosten konnte die Regierung in ihrer Antwort keine genauen Angaben machen. Zwischen 2010 und 2010 beliefen sich die Kosten auf rund 47 Millionen Euro. Darin enthalten seien aber nicht nur die Reisekosten für die Flüge, sondern auch die Kosten für die Erstaufnahme, die spätestens nach einem 14tägigen Aufenthalt im Grenzdurchgangslager Friedland ende.

Der AfD-Bundestagsabgeordnete Stephan Brandner vermutet aufgrund der nun wieder steigenden Zahlen, daß das Einfliegen von Migranten nach dem Corona-Jahr 2020 „wieder richtig Fahrt“ aufnehme. „Daß im ‘Lockdownjahr’ weniger Personen eingeflogen wurden, soll wohl 2021 wieder ausgeglichen werden, da alleine in den Monaten Januar bis Juli bereits 2.453 sogenannte ‘Schutzbedürftige’ nach Deutschland und vollständig auf Kosten Deutschlands eingeflogen wurden“, kritisierte er gegenüber der JF.

Auf den Kosten hierfür bleibe der Steuerzahler sitzen. „So wird die Flucht zu einem Luxustrip, den der deutsche redliche Bürger bezahlt.“ Das müsse sofort beendet werden, forderte Brandner. (krk)

Migranten aus Moria landen 2020 in Hannover Foto: picture alliance/Julian Stratenschulte/dpa
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