Bundestagspräsident Wolfgang Schäuble (CDU) sieht die Corona-Krise als Chance für die Politik Foto: picture alliance/dpa | Kay Nietfeld
Bundestagspräsident Wolfgang Schäuble (CDU) sieht die Corona-Krise als Chance für die Politik Foto: picture alliance/dpa | Kay Nietfeld

Bundestagspräsident
 

Schäuble sieht für Politik mehr Handlungsspielräume durch Corona

BERLIN. Nach Ansicht von Bundestagspräsident Wolfgang Schäuble (CDU) entstehen durch die Corona-Krise neue Möglichkeiten für die Politik. „Ich glaube, die Pandemie wird die Handlungsspielräume der Politik eher vergrößern“, sagte er im Interview mit der Zeit.

Die derzeitige Situation werde eine „wirksamere Zäsur als 2008“ sein, betonte Schäuble mit Blick auf die damalige Finanzkrise. Zum ersten Mal spürten wir, was Globalisierung wirklich heiße. „Wir erleben Entwicklungen in allen Teilen der Welt in einem Maße, wie wir uns das in Wahrheit nicht vorstellen wollen. Wir wollen nicht jeden Tag alles Elend des Drogenkriegs in Bolivien, Eisenbahnunglücke in Asien, Tsunamis in Indonesien und sonstige Katastrophen sehen. Aber wir sehen es, es hängt viel stärker mit uns zusammen, als wir uns das vorstellen konnten.“

Corona-Krise sei eine große Chance

Im vergangenen August hatte Schäuble mit ähnlichen Aussagen bereits für Aufsehen gesorgt. Damals prognostizierte er: „Die Corona-Krise ist eine große Chance. Der Widerstand gegen Veränderung wird in der Krise geringer. Wir können die Wirtschafts- und Finanzunion, die wir politisch bisher nicht zustande gebracht haben, jetzt hinbekommen.“

Die AfD warnte, die Bundesregierung könnte die Corona-Krise dazu nutzen, die Kompetenzen der EU zu Lasten der Nationalstaaten auszuweiten. (ag)

Bundestagspräsident Wolfgang Schäuble (CDU) sieht die Corona-Krise als Chance für die Politik Foto: picture alliance/dpa | Kay Nietfeld
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