Saarland startet Modellprojekt und will raus au dem Lockdown
Saarland startet Modellprojekt und will raus au dem Lockdown Foto: picture alliance / Daniel Kubirski | Daniel Kubirski

„In Kombination mit Testungen“
 

Saarland kündigt Ende des Lockdowns nach Ostern an

SAARBRÜCKEN. Saarlands Ministerpräsident Tobias Hans (CDU) hat einen Ausstieg aus dem Lockdown nach Ostern angekündigt. „Ab dem 6. April wird wieder mehr privates, wieder mehr öffentliches Leben möglich sein“, sagte Hans laut der Deutschen Presse-Agentur am Donnerstag. Ab dem Dienstag nach den Feiertagen sollen Kinos, Fitneßstudios und die Außengastronomie wieder öffnen. Voraussetzung sei aber ein tagesaktueller negativer Corona-Schnelltest.

Weitere Öffnungsschritte könne es dann ab dem 18. April geben. Als Beispiel hierfür nannte der CDU-Politiker die Gastronomie, das Ehrenamt und die Schulen. Gelockert werde auch bei den derzeit noch geltenden Kontaktbeschränkungen. Bereits im ersten Schritt sollten bei privaten Treffen im Freien bis zu zehn Personen erlaubt sein. „Immer in Kombination mit Testungen“ sei dann auch Kontaktsport draußen möglich.

Saarland startet Modellprojekt

Das Saarland starte ein Modellprojekt, wie es Bund und Länder beim jüngsten Corona-Gipfel beschlossen hatten, erläuterte Hans. Dieses sollte zeitlich begrenzt und mit „strengen Schutzmaßnahmen und einem Testkonzept“ versehen sein. Das südwestliche Bundesland biete dafür gute Voraussetzungen. Die Sieben-Tage-Inzidenz sei mit um die 70 eine der niedrigsten deutschlandweit. Zudem verfüge das Saarland über eine gute Test-Infrastruktur. Auch die Impfquote sei hoch.

Unterdessen hat Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) zu einer Verbesserung bei der Pandemie-Bekämpfung aufgerufen. „Wenn wir uns ausruhen auf dem, was wir haben, reicht es nicht“, sagte Merkel am Donnerstag in einer Regierungserklärung im Bundestag. Alle staatlichen Ebenen müßten sagen, wo sie besser werden. „Wo man noch schneller werden kann und flexibler, muß man es werden.“

Kanzlerin ruft zu mehr Optimismus auf

Die Pandemie habe „gravierende Schwachstellen im Funktionieren unseres Gemeinwesens offengelegt“. Dies gelte zum Beispiel für die Digitalisierung. „Wir müssen als föderales System hier besser und schneller werden.“ Gleichzeitig rief die Kanzlerin zu einer optimistischeren Haltung auf. „Man kann auch nichts erreichen, wenn man immer nur das Negative sieht.“

Mit den Impfungen sei Licht am Ende des Tunnels sichtbar, dies werde allerdings noch einige Monate dauern. „Wir werden dieses Virus besiegen. Und deshalb bin ich ganz sicher, daß wir das schaffen werden.“ Die Bundesregierung war wegen der im Vergleich zu anderen Ländern zögerlichen Beschaffung von Impfstoffen und ihrer Teststrategie scharf kritisiert worden.

Am Mittwoch sorgte Merkel für Schlagzeilen, als sie die Beschlüsse des Corona-Gipfels teilweise zurückgenommen und sich entschuldigt hatte. (ls)

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