Hubertus Heil (SPD): Zuletzt hatte es 2010 keine Rentenerhöhung mehr gegeben
Hubertus Heil (SPD): Zuletzt hatte es 2010 keine Rentenerhöhung mehr gegeben Foto: picture alliance/dpa | Kay Nietfeld

Corona-Krise
 

Erstmals seit vielen Jahren keine Rentenerhöhung im Westen

BERLIN. Erstmals seit mehr als zehn Jahren soll es 2021 keine Rentenerhöhung in den westlichen Bundesländern geben. Da die gesetzlich verankerte Rentengarantie Kürzungen verhindere, blieben die Ansprüche auf dem Niveau vom Vorjahr, teilte das Bundesarbeitsministerium am Donnerstag mit. Rechnerisch müßten die Bezüge der rund 21 Millionen Rentner aufgrund der Lohnentwicklung zum 1. Juli sinken.

In den östlichen Bundesländern gehe mit einem Anstieg das Ruhegeld um 0,72 Prozent die laufende Anpassung der Ost- an die Westrenten weiter. Zuletzt hatte es 2010 keine Erhöhung gegeben.

Arbeitsminister Heil wertet Entwicklung positiv

Auch im vergangenen von der Corona-Krise geprägten Jahr waren die Renten im Westen um 3,45 Prozent und im Osten um 4,2 Prozent gestiegen, da die Lohnentwicklung positiv war. Diese sank aufgrund der Corona-Pandemie und den politischen Folgen nun jedoch.

Bundesarbeitsminister Hubertus Heil (SPD) wertete die Entwicklung dennoch positiv: „Auch und insbesondere in Krisenzeiten wie der aktuellen Covid-19-Pandemie können sich die Rentnerinnen und Rentner auf die gesetzliche Rente verlassen.“ Zeitverzögert wirke sich die Krise jetzt jedoch auf die Rentenanpassung aus. (ls)

Hubertus Heil (SPD): Zuletzt hatte es 2010 keine Rentenerhöhung mehr gegeben Foto: picture alliance/dpa | Kay Nietfeld
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