Langen Müller Josef Kraus Der deutsche Untertan
Bundeswehrsoldaten beim Großen Zapfenstreich vor dem Reichstagsgebäude (Archivbild) Foto: picture alliance / dpa | Bernd von Jutrczenka
Bundeswehrsoldaten beim Großen Zapfenstreich vor dem Reichstagsgebäude (Archivbild) Foto: picture alliance / dpa | Bernd von Jutrczenka

Einigung erzielt
 

Großer Zapfenstreich soll Afghanistan-Einsatz würdigen

BERLIN. Bundesregierung und Bundestag haben sich geeinigt, den nach knapp 20 Jahren beendeten Afghanistan-Einsatz der Bundeswehr mit einem Großen Zapfenstreich zu würdigen. Die Zeremonie soll am 31. August vor dem Reichstag stattfinden, teilte des Bundesverteidigungsministerium mit.

Es soll demnach erst im Bendler-Block, dem Sitz des Ministeriums, eine Kranzniederlegung, einen Appell und Gespräche von Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier mit Hinterbliebenen und Angehörigen von im Einsatz gefallenen Soldaten geben. Daran schließe sich der Zapfenstreich an.

59 deutsche Soldaten starben in Afghanistan

Als die letzten Einheiten der Bundeswehr am 30. Juni nach Deutschland heimkehrten, war kein Politiker da, um die Soldaten zu empfangen. Das hatte zu einer Debatte um die Anerkennung für den Einsatz gesorgt, bei dem insgesamt 59 Soldaten ums Leben gekommen waren. In den vergangenen Tagen hatten sich Stimmen gemehrt, die sich für eine entsprechende Abschlußveranstaltung aussprachen.

Rund 150.000 deutsche Soldaten waren seit Jahresbeginn 2002 in Afghanistan im Einsatz. Nachdem die USA ihren Truppenabzug aus dem Land angekündigt hatten, beschleunigte Deutschland seinerseits die Rückkehr seiner Streitkräfte. (ag)

Bundeswehrsoldaten beim Großen Zapfenstreich vor dem Reichstagsgebäude (Archivbild) Foto: picture alliance / dpa | Bernd von Jutrczenka
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