Unions-Kanzlerkandidat Armin Laschet und sein Kontrahent von der SPD, Olaf Scholz
Unions-Kanzlerkandidat Armin Laschet und sein Kontrahent von der SPD, Olaf Scholz Fotos: picture alliance / SvenSimon | Frank Hoermann/SVEN SIMON / Flashpic | Jens Krick / Peter Endig / JF-Collage

Vorläufiges Endergebnis der Bundestagswahl
 

SPD stärkste Kraft / Grüne legen zu / AfD zweistellig

Deutschland hat am Sonntag den 20. Bundestag gewählt. Wie schnitten die Partien ab? Wer sind die Gewinner, wer die Verlierer? Welche Kandidaten haben sich in den heiß umkämpften Wahlkreisen durchgesetzt? Verfolgen Sie im JF-Liveticker alle Entwicklungen, Zahlen und Reaktionen. 

6:40 Uhr: Laut dem vorläufigen Endergbnis ändern sich die Mehrheitsverhältnisse im Bundestag deutlich. Die SPD erhält 206 Mandate (2017: 153), die Union 196 (2017: 246), die Grünen 118 (67), die FDP 92 (80), die AfD 83 (94) und die Linkspartei 39 (69). Rot-Grün-Rot hat damit keine Mehrheit. Außerdem wächst der Bundestag weiter und wird künftig 735 Abgeordnete haben.

27. September 2021, 6:30 Uhr:

Der Bundeswahlleiter hat das vorläufige amtliche Endergebnis bekannt gegeben. Demnach hat sich die SPD durchgesetzt und liegt auf Platz 1 vor der Union, die ihr historisch schlechtestes Ergebnis einfährt. Die Grünen erzielen hingegen ihr bestes Ergebnis. Die FDP liegt vor der AfD. Diese bleibt zweistellig. Die Linkspartei fällt unter die Fünf-Prozent-Hürde, kommt aber dennoch in den Bundestag, weil sie in Berlin und Leipzig drei Direktmandate erringen konnte (in Klammern das Ergebnis der Bundestagswahl 2017):

  • SPD: 25,7 Prozent (20,5 Prozent)
  • Union: 24,1 Prozent (32,9 Prozent)
  • Grüne: 14,8 Prozent (8,9 Prozent)
  • FDP: 11,5 Prozent (10,7 Prozent)
  • AfD: 10,3 Prozent (12,6 Prozent)
  • Linkspartei: 4,9 Prozent (9,2 Prozent)
  • Sonstige: 8,6 Prozent (5 Prozent)

 

22:30 Uhr: Wir beenden an dieser Stelle unsere Live-Berichterstattung. Morgen früh geht es weiter mit Meldungen, Analysen und Kommentaren zur Bundestagswahl auf jungefreiheit.de

22:24 Uhr: Die neue Hochrechnung der ARD ist da (in Klammern das Ergebnis der Bundestagswahl 2017):

  • SPD: 25,9 Prozent (20,5 Prozent)
  • Union: 24,3 Prozent (32,9 Prozent)
  • Grüne: 14,5 Prozent (8,9 Prozent)
  • FDP: 11,5 Prozent (10,7 Prozent)
  • AfD: 10,5 Prozent (12,6 Prozent)
  • Linkspartei: 5,0 Prozent (9,2 Prozent)
  • Sonstige: 8,3 Prozent (5 Prozent)

 

22:15 Uhr: Der AfD-Direktkandidat Michael Klonovsky kann sich im Kampf um das Direktmandat in Chemnitz nicht gegen den SPD-Politiker Detlef Müller durchsetzen. Müller erhält rund 25 Prozent der Stimmen, Klonovsky 22 Prozent.

22:09 Uhr: Im Wahlkreis der Kanzlerkandidaten von SPD und Grünen, Olaf Scholz und Annalena Baerbock, setzt sich der Vizekanzler mit 34 Prozent deutlich gegen die Grünen-Chefin durch (18,8 Prozent).

22:05 Uhr: CDU-Bundestagskandidat Friedrich Merz gewinnt seinen Wahlkreis deutlich gewonnen. Kurz vor Ende der Auszählung im Hochsauerland liegt Merz bei mehr als 40 Prozent.

22:03 Uhr: Der wegen negativer Äußerungen über Ostdeutsche in die Kritik geratene Ostbeauftragte der Bundesregierung, Marco Wanderwitz (CDU), verliert in seinem sächsischen Wahlkreis gegen Mike Monschek (AfD). AfD-Parteichef Tino Chrupalla setzt sich in seinem Wahlkreis Görlitz klar gegen seinen Konkurrenten von der CDU durch. In Sachsen holt die AfD Stand jetzt elf von 16 Wahlkreisen.

21:37 Uhr: Im Thüringer Wahlkreis 196 geht die Auszählung der Stimmen in die Schlußrunde: Der CDU-Kandidat Hans-Georg Maaßen hat keine Chance mehr auf das Direktmandat. Dieses geht an Frank Ullrich von der SPD.

21.32 Uhr: Der Spitzenkandidat der niedersächsischen AfD, Joachim Wundrak, der dem nächsten Bundestag angehören wird, zeigt sich gegenüber der JUNGEN FREIHEIT angesichts der Resultate des Wahlabends überrascht. Wenn so viele Wähler mit der Bundesregierung unzufrieden seien, hätte sich das im Ergebnis der AfD spiegeln können, sagt er. Denn die Wähler hätten eine Alternative gehabt.

21.17 Uhr: Die neue Hochrechnung des ZDF ist da (in Klammern das Ergebnis der Bundestagswahl 2017):

  • SPD: 26,0 Prozent (20,5 Prozent)
  • Union: 24,5 Prozent (32,9 Prozent)
  • Grüne: 13,9 Prozent (8,9 Prozent)
  • FDP: 11,7 Prozent (10,7 Prozent)
  • AfD: 10,5 Prozent (12,6 Prozent)
  • Linkspartei: 5,0 Prozent (9,2 Prozent)
  • Sonstige: 8,4 Prozent (5 Prozent)

21:11 Uhr: CSU-Chef Markus Söder betont in der „Berliner Runde“ die Verantwortung der politischen Parteien: „Es kommt darauf an, daß das Land gut regiert wird.“ Er warnt davor, jetzt endlos zu verhandeln bei der Regierungsbildung. Es müsse eine gemeinsame Philosophie entwickelt werden. Man könne das Land voranbringen und dürfe nicht in parteipolitischen Schützengräben verharren.

21:07 Uhr: Grünen-Spitzenkandidatin Annalena Baerbock besteht in der „Berliner Runde“ darauf, daß das Wahlergebnis zeige, daß die Grünen in die nächste Bundesregierung gehören. Die Erneuerung des Landes müsse endlich in Angriff genommen werden.

20:55 Uhr: Laut vorläufigen Dante von Infratest-dimap verlor die Union am meisten Wähler an die SPD und an die Grünen.

Wählerwanderung der Union
Wählerwanderung der Union Foto: tagesschau.de

20:50 Uhr: Bei den unter 30jährigen haben Grüne und FDP am besten abgeschnitten, wie Nachwahlbefragungen der Forschungsgruppe Wahlen ergeben.

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20:47 Uhr: Die AfD könnte in den östlichen Bundesländern mehr als 20 Direktmandate erringen. Im Moment laufen jedoch überall noch die Auszählungen.

20:42 Uhr: „Die nächste Regierung wird sehr viel ökologischer sein“, sagt FDP-Chef Christian Lindner in der „Berliner Runde“. Das Wahlergebnis der Grünen zeige, daß sich viele mehr Umweltschutz wünschten. Bei möglichen Koalitionsverhandlungen mit der Union und den Grünen wünsche er sich aber mehr Fairneß als bei den gescheiterten Verhandlungen mit den beiden Parteien im Jahr 2017.

20:35 Uhr: Die AfD-Spitzenkandidatin Alice Weidel stellt in der „Berliner Runde“ im ZDF klar: „Wir sind sehr zufrieden mit dem Ergebnis, wir sind zweitstellig geblieben.“ Entgegen der Prognosen nach der vergangenen Bundestagswahl sei man nicht aus dem Bundestag geflogen. Freie Wähler und die Corona-kritische Partei die Basis hätten der AfD Stimmen gekostet.

20:22 Uhr: Die üppig mit Steuergeldern geförderte Amadeu-Antonio-Stiftung fordert mit Blick auf den derzeitigen Stand der Ergebnisse in Sachsen eine „Demokratieoffensive“ in dem Land. Weil die AfD aktuell bei 33 Prozent liegt, während die CDU bei 20 Prozent steht, bestätigte sich das Bild, das die Organisation von Sachsen habe. Die AfD treffe in Sachsen auf „einen fruchtbaren Boden aus Demokratiefeindlichkeit, Rassismus und Nationalismus“. Dies sei „die Saat jahrzehntelanger Verharmlosung von Rechtsextremismus“.

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20:17 Uhr: Laut JF-Reportern gibt es rund um die AfD-Wahlparty im Westen Berlins keine nennenswerten linken Proteste. Die Situation sei mit jener von vor vier Jahren nicht zu vergleichen. Damals hatte es Attacken auf Politiker und Gäste gegeben.

20:13 Uhr: In der neuen Hochrechnung des ZDF setzt sich die SPD etwas ab. Die AfD bleibt zweistellig.

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20:08 Uhr: Die AfD könnte in den östlichen Bundesländern zahlreiche Direktmandate erringen. In Brandenburg erhielte sie stand jetzt zwei solcher Mandate, in Sachsen-Anhalt drei, in Sachsen elf, in Thüringen zwei und in Mecklenburg-Vorpommern eines.

20:00 Uhr: Die neue Hochrechnung der ARD ist da (in Klammern das Ergebnis der Bundestagswahl 2017):

  • SPD: 25,5 Prozent (20,5 Prozent)
  • Union: 24,5 Prozent (32,9 Prozent)
  • Grüne: 13,8 Prozent (8,9 Prozent)
  • FDP: 11,7 Prozent (10,7 Prozent)
  • AfD: 10,9 Prozent (12,6 Prozent)
  • Linkspartei: 5,0 Prozent (9,2 Prozent)
  • Sonstige: 8,6 Prozent (5 Prozent)

19:57 Uhr: Nach etwas mehr als der Hälfte der ausgezählten Wahlbezirken liegt der AfD-Kandidat im Wahlkreis Mecklenburgische Seenplatte I – Vorpommern-Greifswald II, Enrico Komning, vor seinem Kontrahenten von der CDU, Philipp Amthor.

19:54 Uhr: Die Parteivorsitzende der Sozialdemokraten, Saskia Esken, sagt in der ARD: „Wir wollen unsere Zukunftsvision einer Gesellschaft des Respekts umsetzen.“ Dazu werde man mit allen „demokratischen Parteien“ Gespräche führen.

19:50 Uhr: Der Linkspartei-Abgeordnete Gregor Gysi: „Das Ergebnis, das wir bundesweit haben werden, ist desaströs.“ Die Linkspartei müsse sich dringend abgewöhnen, die Fehler bei den anderen zu suchen, sondern bei sich selbst. „Das Ost-Thema haben wir zu spät gesetzt“, unterstreicht Gysi. „Wenn wir noch mal mit einem blauen Auge davon kommen, sollten wir kritisch über unsere Zukunft nachdenken.“

19:44 Uhr: Laut dem ARD-Wahlexperten Jörg Schönenborn dürfte die Wahlbeteiligung rund 76 Prozent betragen. Damit läge sie genauso hoch wie vor vier Jahren, als sie bei 76,2 Prozent lag. Zur Wahl aufgerufen waren 60,4 Millionen Bürger.

19:35 Uhr: SPD-Kanzlerkandidat Olaf Scholz im ZDF: „Ich bin sehr froh und sehr dankbar für das Votum der Wähler.“ Es müsse nun schnell an eine Regierungsbildung gehen. Er erinnert zugleich an das Scheitern der Jamaika-Regierungsbildung mit Union, Grünen und FDP vor vier Jahren.

19:30 Uhr: ZDF Hochrechnung von Forschungsgruppe Wahlen um 19.30 Uhr (in Klammern das Ergebnis der Bundestagswahl 2017):

  • SPD: 25,7 Prozent (20,5 Prozent)
  • Union: 24,6 Prozent (32,9 Prozent)
  • Grüne: 14,4 Prozent (8,9 Prozent)
  • FDP: 11,7 Prozent (10,7 Prozent)
  • AfD: 10,7 Prozent (12,6 Prozent)
  • Linkspartei: 5,0 Prozent (9,2 Prozent)
  • Sonstige: 7,9 Prozent (5 Prozent)

19:28 Uhr: Die hessische AfD-Bundestagsabgeordnete Mariana Harder-Kühnel sagt gegenüber der JUNGEN FREIHEIT, sie gehe von einem zweistelligen Ergebnis bei der Wahl aus. Das sei für die AfD sehr wichtig. Ihre Partei sei im Wahlkampf massiv behindert worden. Harder-Kühlen kandidierte vergeblich für das Amt des Bundestagsvizepräsidenten. Sie vermutet auf der AfD-Wahlparty gegenüber der JF, daß es auch in der nächsten Legislaturperiode zunächst kein AfD-Kandidat in dieses Amt gewählt werde. Mit Spannung erwarte man aber eine Entscheidung des Bundesverfassungsgerichts in der Sache.

19:27 Uhr: Linken-Abgeordneter Jan Korte nennt das Ergebnis seiner Partei „beschissen“.

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19:19 Uhr: FDP-Chef Christian Lindner wertet das Ergebnis als eine Stärkung der politischen Mitte. Zugleich seien die Ränder geschwächt worden, schreibt er auf Twitter und betont: „Die Bürgerinnen und Bürger wollen Regierungsbildung aus der Mitte heraus.“

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19:18 Uhr: AfD-Chef Jörg Meuthen sagt angesprochen auf die Verluste seiner Partei: „Es ist heute nicht der Abend, über politische Verantwortlichkeiten zu sprechen. Wir werden schauen müssen, wo die Fehler waren. Aber wir haben uns stabilisiert. Es ist kein großer Sieg, aber auch keine große Niederlage.“

19:15 Uhr: Laut ARD wird der Bundestag weiter anwachsen, nachdem 2017 bereits eine Rekordzahl an Abgeordneten in das Parlament eingezogen ist.

ARD-Hochrechnung um 19:14 Uhr: Bundestag wächst weiter an
ARD-Hochrechnung um 19:14 Uhr: Bundestag wächst weiter an Foto: ARD

19:14 Uhr: ARD-Hochrechnung um 19:14 Uhr erstmals mit Briefwahlstichproben (in Klammern das Ergebnis der Bundestagswahl 2017):

  • SPD: 24,9 Prozent (20,5 Prozent)
  • Union: 24,7 Prozent (32,9 Prozent)
  • Grüne: 14,6 Prozent (8,9 Prozent)
  • FDP: 11,7 Prozent (10,7 Prozent)
  • AfD: 11,1 Prozent (12,6 Prozent)
  • Linkspartei: 5,0 Prozent (9,2 Prozent)
  • Sonstige: 8,0 Prozent (5 Prozent)

19:08 Uhr: Bayerns Ministerpräsident und CSU-Chef Markus Söder mahnt zur Zurückhaltung und erinnert, daß noch viele Direktmandate und Briefwähler nicht berücksichtigt seien. Das Votum sei eine klare Absage an eine linke Regierung und eine Aussage für eine bürgerliche Regierung. Die SPD feiere bereits seit ein paar Tagen zu früh, kommentiert Söder.

19:02 Uhr: SPD-Kanzlerkandidat Olaf Scholz tritt unter großem Jubel vor seine Anhängerschaft. Das Wahlergebnis sei ein großer Erfolg. Scholz hatte Mühe, sich gegen den Jubel seiner Anhänger Gehör zu verschaffen. Er schwört seine Unterstützer auf einen langen Wahlabend heißt. „Die Leute wollen, daß der nächste Kanzler dieses Landes Olaf Scholz heißt.“ Die SPD habe für mehr Respekt und die industrielle Modernisierung des Landes geworben im Wahlkampf.

19:00 Uhr: Der CDU-Kandidat Hans-Georg Maaßen verpaßt laut ersten Zahlen aus dem Wahlkreis 196 in Südthüringen das Direktmandat. Er steht nach Auszählung von 165 von 418 Wahlbezirken bei 23,9 Prozent und landet damit hinter dem AfD-Kandidaten Jürgen Treutler (25 Prozent) und dem SPD-Kandidaten Frank Ullrich, der 29,7 Prozent erhält.

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18:57 Uhr: FDP-Chef Christian Lindner freut sich über „eines der besten Wahlergebnisse in der Geschichte der FDP.“

18:51 Uhr: Grünen-Spitzenkandidatin Annalena Baerbock räumt beim Gang vor ihre Anhänger eigene Fehler im Bundestagswahlkampf ein. Zugleich betont sie, ihre Partei habe einen Auftrag für die Zukunft erhalten. „Wir haben einen Auftrag nicht nur für kommende Generationen, sondern dieses Land braucht eine Klimaregierung. Das ist das Ergebnis dieser Bundestagswahl.“

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Laschet: „Mit dem Ergebnis können wir nicht zufrieden sein“

18:50 Uhr: CDU-Kanzlerkandidat Armin Laschet tritt im Adenauer-Haus vor die Mikrofone. Zunächst dankt er der scheidenden Kanzlerin Angela Merkel für „16 gute Jahre“ ihrer Regierung. Ohne Amtsbonus sei es ein knapper Wahlkampf geworden. „Mit dem Ergebnis können wir nicht zufrieden sein. Aber der Ausgang der Wahl ist noch unklar.“ Das Ergebnis stelle alle demokratischen Parteien vor große Herausforderungen. Eine kommende Regierung werde Gegensätze überwinden müssen und voraussichtlich werde es erstmals ein Dreier-Bündnis geben. „Deutschland braucht jetzt eine Zukunftkoalition, beim Klimaschutz und für die Finanzen.“

18.49 Uhr: In den östlichen Bundesländern fällt das Ergebnis laut der ARD-Wahlprogrnose merklich anders aus als in den westlichen. Die SPD führt mit 23 Prozent vor der AfD, die 21 Prozent für sich verbuchen kann. Die CDU kommt mit 17 Prozent auf den dritten Platz, gefolgt von FDP (9 Prozent), Grüne (11,5 Prozent) und Linkspartei (10,5 Prozent). Die größten Verluste fährt im Osten die CDU mit minus 10,3 Prozentpunkte ein, während die SPD mit plus 8,4 Prozentpunkte deutlich dazu gewonnen hat. Deutlich verliert mit minus 6,8 Prozentpunkten auch die Linkspartei.

18:46 Uhr: Auch nach der ersten ARD-Hochrechnung gibt es keine Mehrheit für Rot-Rot-Grün.

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Hochrechnungen sind da: Weiterhin Kopf-an-Kopf-Rennen

18:44 Uhr: Die erste Hochrechnung der ARD ist da (in Klammern das Ergebnis der Bundestagswahl 2017):

  • SPD: 24,9 Prozent (20,5 Prozent)
  • Union: 24,7 Prozent (32,9 Prozent)
  • Grüne: 14,8 Prozent (8,9 Prozent)
  • FDP: 11,2 Prozent (10,7 Prozent)
  • AfD: 11,3 Prozent (12,6 Prozent)
  • Linkspartei: 5,0 Prozent (9,2 Prozent)
  • Sonstige: 8,1 Prozent (5 Prozent)

Die Hochrechnung des ZDF:

  • CDU: 24,2 Prozent
  • SPD: 25,8 Prozent
  • AfD: 10,1 Prozent
  • FDP: 11,8 Prozent
  • Linke: 5,0 Prozent
  • Grüne: 14,7 Prozent
  • Sonstige: 9,5 Prozent

18:39 Uhr: Die Linken-Bundestagsabgeordnete Sara Wagenkneht nimmt in der ARD Stellung zum schlechteren Abschneiden ihrer Partei: „Das ist eine bittere Niederlage für uns alle.“ Sie erinnert auch an „maue Wahlergebnisse“ der jüngsten Vergangenheit bei Landtagswahlen und der Europawahl. Sie beklagte, die Linkspartei habe sich von den einfachen Arbeitnehmern entfernt und spreche nicht mehr deren Sprache. „Wir müssen auf uns selbst schauen“, und eigene Fehler müßten angegangen werden.

18:36 Uhr: SPD-Generalsekretär Lars Klingbeil wertet die ersten Hochrechnungen des Wahlabends als einen klaren Regierungsauftrag für die Sozialdemokraten. „Wir liegen vorne, wir haben es auf Platz Nummer eins gebracht“, sagte Klingbeil im ZDF. „Olaf Scholz soll Kanzler werden.“

18:32 Uhr: Die Vorsitzende der Linkspartei, Susanne Hennig-Wellsow, will in einer ersten Stellungnahme nicht davon sprechen, daß ihre Partei im Wahlkampf die falschen Akzente gesetzt habe. Ihre Partei stehe für soziale Gerechtigkeit.

18:30 Uhr: FDP-Generalsekretär Volker Wissing äußert sich gegenüber der ARD zurückhaltend zu möglichlichen Koalitionen. Man müsse noch die weiteren Hochrechnungen abwarten. Auf eine mögliche Jamaika-Koalition mit Grünen und CDU wollte er sich nicht festlegen. Dieser Abend sei ein Grund zur Freude und noch nicht für Koalitionsgespräche, betonte Wissing.

Weidel und Chrupalla sprechen von solidem Ergebnis

AfD-Wahlparty
AfD-Wahlparty Foto: JF

18:29 Uhr: Auf der AfD-Wahlparty ist die Stimmung durchwachsen, berichten JF-Reporter. Es gebe einige enttäuschte Gesichter und man erwarte mit bangen Blicken die ersten Hochrechnungen. AfD-Bundestagsfraktionschef Alexander Gauland sprach von einem „Erdbeben“. Kanzlerin Angela Merkel (CDU) habe ihre Partei ruiniert.

AfD-Bundestagsfraktionschef Alexander Gauland
AfD-Bundestagsfraktionschef Alexander Gauland Foto: JF

18:25 Uhr: AfD-Spitzenkandidat Tino Chrupalla nannte das Resultat ebenfalls ein „stabiles Ergebnis“. Er bemängelte, über die wahren Probleme des Landes wie die Renten sei nicht geredet worden. Angesprochen auf die Verluste sagte er: „Wir haben natürlich einige Verluste, aber wir haben eine starke Stammwählerschaft.“ Auch müßten die Unterschiede zwischen Ost und West berücksichtigt werden.

18:23 Uhr: Ein rot-rot-grünes Bündnis wäre laut den Prognosen von ARD und ZDF nicht möglich.

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18:22 Uhr: Die größten Stimmenverluste erlitt die Union:

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18:18 Uhr: AfD-Spitzenkandidatin Alice Weidel sprach in einer ersten Reaktion von einem „sehr soliden Ergebnis“. Es habe in diesem Wahlkampf eine „ganz klare Wettbewerbsverzerrung“ gegeben. Die Grünen seien etwa bei den sogenannten Triellen eingeladen worden, während die AfD von vielen Medien ausgeschlossen worden seien.

Kubicki: „Wir wollen mitregieren“

18:14 Uhr: FDP-Vize Wolfgang Kubicki zeigte sich erfreut. „Wir wollen mitregieren. Wir sind zu Gesprächen bereit. Wir haben eine Präferenz für Jamaika.“

18:10 Uhr: Arbeitsminister Hubertus Heil (SPD) in der ARD: „Ich bin verdammt stolz auf die deutsche Sozialdemokratie.“ Die SPD habe sich von den zunächst schlechten Umfragewerten nicht unterkriegen lassen.

18:07 Uhr: CDU-Generalsekretär Paul Ziemiak in der ARD: Man könne jetzt noch nicht sagen, wer vorne liege. „Ich danke allen, die gekämpft haben, ich danke allen Wählerinnen und Wählern.“

18:04 Uhr: Zeitgleich mit der Bundestagswahl fanden auch die Wahlen zum Landtag in Mecklenburg-Vorpommern und zum Abgeordnetenhaus in Berlin statt. Hier finden Sie die Ergebnisse zu Schwerin und hier zu Berlin.

18:02 Uhr: Für die Union bedeutet dies das schlechteste Ergebnis in ihrer Geschichte. Die Grünen haben hingegen ihr bestes Ergebnis bei einer Bundestagswahl erzielt.

18:00 Uhr: Die Prognose der ARD von Infrateset-dimap ist da (in Klammern das Ergebnis der Bundestagswahl 2017):

  • SPD: 25 Prozent (20,5 Prozent)
  • Union: 25 Prozent (32,9 Prozent)
  • Grüne: 15 Prozent (8,9 Prozent)
  • FDP: 11 Prozent (10,7 Prozent)
  • AfD: 11 Prozent (12,6 Prozent)
  • Linkspartei: 5 Prozent (9,2 Prozent)
  • Sonstige: 8 Prozent (5 Prozent)

 

Die Zahlen des ZDF von Forschungsgruppe Wahlen:

  • SPD: 26 Prozent
  • Union: 24 Prozent
  • Grüne: 14,5 Prozent
  • FDP: 12 Prozent
  • AfD: 10 Prozent
  • Linke: 5 Prozent
  • Sonstige: 8,5 Prozent

Die Wahlbeteiligung lag laut Bundeswahlleiter bis 14 Uhr bei 36,5 Prozent. Bei der Bundestagswahl vier Jahre zuvor hatte sie zum gleichen Zeitpunkt bei 41,1 Prozent gelegen. Allerdings werden Briefwahlstimmen bei diesen Angaben nicht mit berücksichtigt.

(ls/ag)

Unions-Kanzlerkandidat Armin Laschet und sein Kontrahent von der SPD, Olaf Scholz Fotos: picture alliance / SvenSimon | Frank Hoermann/SVEN SIMON / Flashpic | Jens Krick / Peter Endig / JF-Collage
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