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Die Gendersprache hält Einzug in die Verwaltung der Stadt Bonn (Symbolbild) Foto: picture alliance | Christian Ohde
Die Gendersprache hält Einzug in die Verwaltung der Stadt Bonn (Symbolbild) Foto: picture alliance | Christian Ohde

Nordrhein-Westfalen
 

Bonner Verwaltung verwendet Gendersprache

BONN. Die Stadt Bonn hat einen Genderleitfaden für seine Angestellten erlassen. Statt „man“ heißt es beispielsweise künftig „wir/sie“ und aus „die betroffene Person“ wird „der*die Betroffene“, berichtet der WDR. Eine fünfköpfige Gruppe habe die neuen Regeln seit dem Winter erarbeitet.

Kritik an der sogenannten geschlechtergerechten Sprache äußerte der Fraktionssprecher des Bürger Bund Bonn, Marcel Schmitt: „Der von selbsternannten Sprachpolizisten initiierten Leitfaden ist nicht dazu geeignet, die Leute zusammen zu bringen, sondern wird sie eher trennen.“

Die Gleichstellungsbeauftragte der Stadt, Stephanie Clemens-Krämer, verteidigte den Leitfaden. „Wir wollen nicht moralisieren, wollen nichts dogmatisch durchdrücken, sondern der Dialog ist uns wichtig.“ Es solle auch nicht von heute auf morgen alles umgesetzt werden. Vielmehr gehe es darum, sich gemeinsam auf den Weg zu begeben.

Hamburgs CDU stellt sich gegen Gendersprache

Die ehemalige Bundeshauptstadt folgte mit den Gender-Sprachregeln dem Beispiel von Kiel, Gießen, Hannover und Berlin. Dort gelten bereits entsprechende Vorgaben. Die Berliner Verwaltung verwendet in ihren Sprachregeln statt „Ausländer“ den Begriff „Einwohnende ohne deutsche Staatsbürgerschaft“.

In Hamburg hatte sich jüngst der CDU-Chef Christoph Ploß gegen die Gendersprache gestellt. Daraufhin war die örtliche Parteizentrale zum Ziel eines Farbanschlags geworden. (ag)

Die Gendersprache hält Einzug in die Verwaltung der Stadt Bonn (Symbolbild) Foto: picture alliance | Christian Ohde
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