Baerbock
Grünen-Chefin Annalena Baerbock Foto: picture alliance/dpa | Kay Nietfeld

Mögliches künftiges Kabinett
 

Baerbock soll Außenministerin werden

BERLIN. Kurz vor der offiziellen Präsentation des Koalitionsvertrags von SPD, Grünen und FDP sind erste Details zum möglichen künftigen Kabinett von Olaf Scholz bekanntgeworden. Demnach soll Grünen-Chefin Annalena Baerbock Außenministerin werden, berichtet die Bild-Zeitung.

Baerbock hatte die Grünen als Spitzenkandidatin im Wahlkampf geführt, fuhr aber ein Ergebnis ein, das hinter anfänglichen Erwartungen blieb. Unter anderem wurden ihr Unregelmäßigkeiten in ihrem Lebenslauf, eine Plagiatsaffäre um ihr Buch sowie erst nachgemeldete Nebeneinkünfte angelastet.

Das Blatt veröffentlichte auch eine Ressortverteilung, auf die sich die Ampel-Parteien im Falle einer Koalition verständigt hätten.

SPD soll Innen- sowie Verteidigungsministerium erhalten

Demnach erhalte die SPD, die mit Scholz den Regierungschef stellt und das Kanzleramt verantwortet, das Innenministerium, das Verteidigungsministerium, Bauen und Wohnen, Gesundheit, Wirtschaftliche Zusammenarbeit sowie Arbeit und Soziales.

Letzteres wird wohl weiterhin von Hubertus Heil geführt. Für das Innenministerium ist die bisherige Justizministerin Christine Lambrecht im Gespräch.

Den Grünen fällt neben dem Auswärtigen Amt das geplante Ministerium für Wirtschaft und Klima, das Familienministerium, Landwirtschaft sowie das Umweltressort zu.

Lindner als Finanzminister gesetzt

Die FDP soll die Ministerien Finanzen, Justiz, Verkehr sowie Bildung und Forschung übernehmen. Dem Bericht nach werde FDP-Chef Christian Lindner Finanzminister.

Die drei Parteien wollen an diesem Mittwoch nachmittag den Entwurf für einen gemeinsamen Koalitionsvertrag vorstellen. Während SPD und FDP Anfang Dezember auf Parteitagen über den Koalitionsvertrag und eine künftige Ampel-Regierung abstimmen wollen, sollen bei den Grünen die Mitglieder in dieser Frage entscheiden.

Geben alle drei Parteien grünes Licht für eine gemeinsame Regierung, könnte sich Olaf Scholz im Anschluß bis zum 9. Dezember zum Kanzler wählen lassen. (krk)

Grünen-Chefin Annalena Baerbock Foto: picture alliance/dpa | Kay Nietfeld
Probeabo JF 2021 Gratis lesen

Wenn Ihnen der Artikel gefallen hat: Unterstützen Sie die JF mit einer Spende.

Der nächste Beitrag

ähnliche Themen
aktuelles