Abschiebung
Abschiebung (Archivbild): Trend ist seit 2016 rückläufig Foto: picture alliance/Michael Kappeler/dpa
Bundespolizei

Zahl der Abschiebungen sinkt: 250.000 Ausreisepflichtige im Land

BERLIN. Die Zahl der Abschiebungen ist auch im vergangenen Jahr zurückgegangen. Bis Ende November 2019 wiesen die Behörden 20.587 Ausländer zurück, berichtete die Welt am Sonntag unter Berufung auf Erhebungen der Bundespolizei. Seit Mai wurden demnach in keinem Monat mehr als 2.000 Personen abgeschoben.

2018 waren 23.617 illegale Einwanderer zurückgeführt worden. Der Trend ist seit 2016 rückläufig. In dem Jahr schoben die Behörden 25.375 Personen ab, im Jahr darauf 23.966. Zugleich hält sich die Zahl der ausreisepflichtigen Ausländer auf dem Niveau von rund einer viertel Million.

Ende November zählte das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge 248.861 Personen, die Deutschland eigentlich verlassen müßten. Dies waren fünf Prozent mehr als im Vorjahr. Knapp über 200.000 von ihnen sind geduldet, da sie vorübergehend nicht abgeschoben werden können.

Abgeschobene Asylbewerber kehren nach Deutschland zurück

Laut Bundesinnenministerium scheiterte zwischen 2015 und 2018 etwa die Hälfte aller Abschiebungen. Überdies waren bis zum 30. September 2019 fast 30.000 ausgereiste Asylbewerber wieder im Land, die zuvor seit 2012 schon einmal eingereist und abgeschoben wurden oder das Land freiwillig verlassen haben.

Auch 2019 wanderten Asylbewerber in der Größe einer Großstadt nach Deutschland ein. Zwischen Januar und November belief sich die Zahl der Erstanträge auf mehr als 133.000. Seit 2015 kamen mehr Asylbewerber in die Bundesrepublik als München Einwohner hat. (ls)

Abschiebung (Archivbild): Trend ist seit 2016 rückläufig Foto: picture alliance/Michael Kappeler/dpa

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