"Revolution Chemnitz"
Die Angeklagten der rechtsextremen Gruppe „Revolution Chemnitz“ vor Gericht (Archivbild) Foto: picture alliance/Sebastian Kahnert/dpa-Zentralbild/dpa
Oberlandesgericht Dresden

„Revolution Chemnitz“-Mitglieder zu Haftstrafen verurteilt

DRESDEN. Das Oberlandesgericht Dresden hat die Mitglieder der rechtsextremen Gruppierung „Revolution Chemnitz“ zu Haftstrafen zwischen zwei Jahren und drei Monaten und fünfeinhalb Jahren verurteilt. Die Richter sahen es als erwiesen an, daß die acht Männer einer terroristischen Vereinigung angehörten, berichtete der MDR.

Gegen fünf der Angeklagten wurde zudem wegen schweren Landfriedensbruchs verhandelt. Einer von ihnen soll zudem für eine schwere Körperverletzung verantwortlich sein. Diese Straftat konnte jedoch keinem konkret zugeordnet werden.

Tot von Daniel H. sei Auslöser für Gründung gewesen

Nach Auffassung der Anklage hatten sich die Männer im August 2018 zusammengefunden und Pläne für den politischen Umsturz in Deutschland geschmiedet. Auslöser dafür sei die Tötung von Daniel H. kurz zuvor in Chemnitz gewesen. Wegen dieser Tat war im vergangenen August ein Syrer zu neuneinhalb Jahren Haft verurteilt worden.

Die Tat hatte für deutschlandweite Schlagzeilen gesorgt. Danach demonstrierten Tausende in Chemnitz gegen Ausländergewalt. Linke Gruppen und Musiker organisierten anschließend ein Festival „gegen Rechts“. (ag)

Die Angeklagten der rechtsextremen Gruppe „Revolution Chemnitz“ vor Gericht (Archivbild) Foto: picture alliance/Sebastian Kahnert/dpa-Zentralbild/dpa

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