Abschiebung (Symbolbild)
Abschiebung (Symbolbild) Foto: picture alliance/Geisler-Fotopress
Islamist Rashid K.

Nordrhein-Westfalen schiebt Gefährder nach 15 Jahren ab

DÜSSELDORF. Das Land Nordrhein-Westfalen (NRW) hat einen seit 2005 in Deutschland geduldeten islamischen Gefährder abgeschoben. Die Ausweisung konnte zuvor „mangels Identitätsklärung“ nicht erfolgen, begründete das Flüchtlingsministerium das Vorgehen gegenüber der Nachrichtenagentur dpa. „Erst nachdem der Betroffene unter seinen richtigen Personalien durch die Behörden der Russischen Föderation identifiziert und ein entsprechendes Paßersatzpapier ausgestellt wurde, konnte nunmehr die Rückführung erfolgen.“

Der mutmaßlich aus Tschetschenien kommende Islamist war 2004 eingereist. Er gab unter anderem Rashid K. als seinen Namen an und war wegen mehrerer Straftaten wie Körperverletzung polizeibekannt. Sein Asylantrag wurde 2005 abgelehnt.

Flüchtlingsminister lobt Abschiebung von Gefährdern

Im vergangenen Jahr hatte der „Fall Rashid K.“ deutschlandweit für Aufsehen gesorgt. In seiner Düsseldorfer Wohnung fanden Ermittler eine Pistole mit Schalldämpfer und Munition. Zuvor war er bereits aufgefallen, als er für ein Foto mit einem Sturmgewehr posiert hatte. Er gilt als gut vernetzt in der radikal-islamischen Salafisten-Szene.

Nordrhein-Westfalens Flüchtlingsminister Joachim Stamp (FDP) bezeichnete die Abschiebung von Rashid K. und fünf weiteren ausländischen Gefährdern in diesem Jahr aus NRW als einen großen sicherheitspolitischen Erfolg. „Denn jeder von ihnen besitzt das Potential eines Anis Amri“, sagte er mit Blick auf den Attentäter vom Breitscheidplatz, der 2016 zwölf Menschen getötet hatte. (ag)

Abschiebung (Symbolbild) Foto: picture alliance/Geisler-Fotopress

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