Milken Global Conference 2019
Der britische Historiker Niall Ferguson Foto: picture alliance/ZUMA Press
Neue Kritik an der Regierungschefin

Ferguson: Merkels Kanzlerschaft ist ein „kolossaler Ausfall“

BERLIN. Der britische Historiker Niall Ferguson hat seine Kritik an Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) erneuert. „Kanzlerin Angela Merkel gehört zu einer Dekade, die längst hinter uns liegt“, sagte Ferguson der Welt. „Ihre Kanzlerschaft ist ein kolossaler Ausfall.“

Vor allem die sozialen und gesellschaftlichen Folgen der Migrationskrise seien bis heute zu spüren. Und auch beim Brexit habe Merkel „große Schuld auf sich geladen“, weil sie dem damaligen britischen Premierminister David Cameron zu wenig entgegengekommen sei.

Thunberg nach Peking

Deswegen könne er nicht behaupten, „daß ich ein großer Fan von Mutti wäre“. Vor zwei Jahren hatte Ferguson bereits Merkels Rücktritt gefordert. Sie werde als „die Regierungschefin in die Geschichte eingehen, die Europa auf dem Gewissen hat“, sagte er damals.

Auch zu einem möglichen Kanzler Robert Habeck (Grüne) nahm Ferguson Stellung. „Wenn die Deutschen kein Wachstum wollen, dann wäre das eine Möglichkeit.“ Klimaschützerin Greta Thunberg gab er die Empfehlung mit auf den Weg, lieber in Peking statt in New York oder Davos für ihr Anliegen zu werben. „Seit Greta Thunberg geboren wurde, war China für 60 Prozent des globalen Anstiegs beim CO2-Ausstoß verantwortlich“, betont er. Deswegen sei die Idee, daß die „Klimakatastrophe“ durch europäische Politik verhindert werden könne „eine absolute Wahnvorstellung“. (tb)

 

Der britische Historiker Niall Ferguson Foto: picture alliance/ZUMA Press

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