Klimastreik, Studenten mit Bannern auf der Demonstration, Fridays for Future, Friedrichstraße, Berlin, Deutschland, Europa
Fridays-for-Future-Proteste für den Klimaschutz in berlin Foto: picture alliance/imageBROKER
Umfrage

Ein Drittel der Deutschen hält Klimadebatte für übertrieben

WETZLAR. Fast ein Drittel der Bürger in Deutschland (32 Prozent) ist der Meinung, daß die Folgen des Klimawandels in der öffentlichen Debatte übertrieben werden. Laut einer Umfrage des Meinungsforschungsinstituts INSA im Auftrag der Evangelischen Nachrichtenagentur idea widersprach eine Mehrheit der Befragten (53 Prozent) dieser Ansicht. Elf Prozent wußten nicht, wie sie die Debatte einschätzen sollen, vier Prozent machten keine Angabe.

Am seltensten glauben die unter 30jährigen an eine Klimahysterie (19 Prozent). In dieser Altersgruppe halten 61 Prozent die Debatte für nicht übertrieben. Auch bei den über 60jährigen sieht das eine Mehrheit so (56 Prozent). In den anderen Altersgruppen lag der Wert bei 48 und 49 Prozent.

AfD-Wähler gegen Klimahysterie

In den östlichen Bundesländern ist die Ansicht, daß die Folgen des Klimawandels übertrieben werden, weiter verbreitet. Dort wird sie von 40 Prozent der Befragten geteilt – gegenüber 30 Prozent im Westen. 45 Prozent der Ostdeutschen und 55 Prozent der Westdeutschen sind der gegenteiligen Auffassung.

Unter den Anhängern der Parteien halten vor allem die AfD-Wähler die Debatte für übertrieben (70 Prozent). Mit deutlichem Abstand folgen Wähler der FDP mit 44 Prozent. Bei den Sympathisanten der übrigen Parteien liegen diese Werte niedriger. Bei CDU/CSU sind es 36, bei den Linken, bei der SPD 22 und bei den Grünen bei sieben Prozent. Unter den Grünen-Wählern stößt die Aussage entsprechend auf den stärksten Widerspruch (87 Prozent). (idea/tb)

Fridays-for-Future-Proteste für den Klimaschutz in berlin Foto: picture alliance/imageBROKER

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