Polizeiwagen stehen vor der Asylunterkunft in Suhl (Archivbild) Foto: picture alliance/dpa/dpa-Zentralbild | Michael Reichel
Polizeiwagen stehen vor der Asylunterkunft in Suhl (Archivbild) Foto: picture alliance/dpa/dpa-Zentralbild | Michael Reichel

Thüringen
 

Asylheim in Suhl: Polizei rettet Personal vor aufgebrachten Migranten

SUHL. Bewohner der Flüchtlingsunterkunft im thüringischen Suhl haben Polizei und Feuerwehr in den vergangenen Tagen in Atem gehalten. Wiederholt mußten die Sicherheitskräfte anrücken, um das Personal der Einrichtung vor aufgebrachten Asylbewerbern in Sicherheit zu bringen, berichtete das Nachrichtenportal insuedthueringen.de.

Am Montag gingen demnach 30 bis 40 Asylbewerber die Bediensteten an, weil sie auf der Quarantänestation bleiben mußten. Auslöser für den Ärger sei gewesen, daß zuvor mehrere negativ getestete Personen das Gebäude wieder verlassen durften.

Das Personal habe sich zum Schutz vor der aufgebrachten Menge in einem Raum eingeschlossen. Der alarmierten Polizei sei es gelungen, die Asylbewerber zurückzudrängen und die Bediensteten zu befreien.

Stadtverwaltung bittet Polizei um Bewachung der Unterkunft

Bereits am Sonnabend hatte die Weigerung von 30 Flüchtlingen, in die Isolationsstation zu ziehen, für Aufruhr gesorgt. Sie lösten den Feueralarm aus. Auch in diesem Fall habe sich das Wachpersonal in einem Raum verschanzt. Die Feuerwehr rettete die Eingeschlossenen den Angaben nach mit einer Leiter aus dem Fenster des Büros.

Aufgrund der Situation soll die Stadtverwaltung Suhl ein Amtshilfeersuchen bei der Polizei gestellt haben. Die Beamten sollen das Sicherheitspersonal bei der Überwachung der Einrichtung unterstützen.

Im März hatten unter Quarantäne stehende Asylbewerber damit gedroht, die Unterkunft in Brand zu stecken. Zuvor hatten sie versucht, das Gelände zu verlassen. Die Polizisten konnten das verhindern. Jedoch postierten die Bewohner Kinder vor sich, damit die Beamten nicht an sie herankommen konnten. (ag)

Polizeiwagen stehen vor der Asylunterkunft in Suhl (Archivbild) Foto: picture alliance/dpa/dpa-Zentralbild | Michael Reichel
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