Verteilung der Migranten

Städte in Nordrhein-Westfalen wollen mehr Flüchtlinge aufnehmen

DÜSSELDORF. Mehrere Städte in Nordrhein-Westfalen haben erneut ihre Aufnahmebereitschaft für Flüchtlinge betont. „Angesichts der aktuellen Notlage auf dem Mittelmeer wollen wir da helfen, wo die Menschlichkeit versagt“, sagte der Bürgermeister von Wetter (Ruhr), Frank Hasenberg (SPD), dem WDR.

Damit schloß er sich den Angeboten weiterer Stadtoberhäupter an. Zuvor hatte Münsters Oberbürgermeister Markus Lewe (CDU) betonte: „Flüchtlinge aus Seenot, die über diesen Weg nach Münster kommen, sind bei uns herzlich willkommen.“ Auch die Städte Köln und Düsseldorf, die zusammen mit Bonn bereits vor einem Jahr zugesagt hatten, zusätzliche Asylbewerber aufzunehmen, erneuerten ihre Zusagen. So versicherte eine Sprecherin der Kölner Oberbürgermeisterin Henriette Reker (parteilos), auch im Fall einer Verteilungslösung auf europäischer Ebene bestehe nach wie vor die Aufnahmebereitschaft der Domstadt am Rhein.

Maas arbeitet an „Bündnis der Hilfsbereiten“

Die Verteilung von Flüchtlingen auf die Bundesländer regelt der „Königsteiner Schlüssel“, der jährlich nach Steuereinnahmen und Bevölkerungszahl berechnet wird. Nordrhein-Westfalen nimmt gegenwärtig 21 Prozent der Migranten auf.

Derzeit bemühen sich Frankreich und Deutschland darum, die Aufteilung der Neuankömmlinge in Europa neu zu regeln. Außenminister Heiko Maas (SPD) nannte die Initiative ein „Bündnis der Hilfsbereiten“. Italiens Innenminister Matteo Salvini (Lega) kritisierte die Pläne scharf. (ag)

Auch Kölns Oberbürgermeisterin Henriette Reker (parteilos) betonte die Aufnahmebereitschaft der Domstadt Foto: picture alliance / Sven Simon

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