Greta
Die schwedische Klimaschützerin Greta Thunberg vor ihrem Auftritt in der Pariser Nationalversammlung Foto: picture alliance / abaca
Frankreich

Konservative kritisieren Greta-Rede in der Nationalversammlung

PARIS. Die Rede von Klimaschützerin Greta Thunberg vor der französischen Nationalversammlung ist bei konservativen Politikern auf Kritik gestoßen. Der Abgeordnete der oppositionellen Republikaner, Guillaume Larrive, hatte seine Kollegen zum Boykott der Rede aufgerufen.

Im Kampf gegen den Klimawandel brauche es „wissenschaftlichen Fortschritt und politischen Mut, keine apokalyptischen Gurus“, sagte er. Unterstützung dafür erhielt er von seinem Parteifreund Julien Aubert. „Zählt nicht auf mich, wenn es darum geht, einer Prophetin in kurzen Hosen zu applaudieren.“

Bardella: Greta gehört auf die Schulbank

Auch die „Nationale Sammlungsbewegung“ von Marine Le Pen äußerte sich ablehnend zum Thunberg-Besuch. „Der Platz von Greta Thunberg ist nicht auf einer Bank in der Nationalversammlung, sondern auf der Schulbank“, sagte Le Pens Stellvertreter Jordan Bardella France 2.

Die 162 Parlamentarier der Partei von Emmanuel Macron, „Die Republik in Bewegung“, hätten mit der Einladung Thunbergs die Nationalversammlung lächerlich gemacht. „Diese Diktatur der permanenten Emotionen ist – vor allem wenn sie auf Kinder abzielt – eine neue Form des Totalitarismus“, kritisierte Bardella. Thunberg wehrte sich gegen die Vorwürfe. „Es scheint, sie fürchten sich mehr vor mir und einigen protestierenden jungen Leute als vor dem eigentlichen Problem“, sagte sie dem Jugendportal Konbini. (tb)

Die schwedische Klimaschützerin Greta Thunberg vor ihrem Auftritt in der Pariser Nationalversammlung Foto: picture alliance / abaca

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