Wagenknecht
Für ihren Rückzug aus der Führung der „Aufstehen“-Bewegung erntete Sahra Wagenknecht (Linkspartei) Spott aus der SPD Foto: picture alliance/Britta Pedersen/dpa-Zentralbild/dpa
Linke Sammlungsbewegung

SPD spottet über Wagenknecht-Rückzug aus „Aufstehen“-Führung

BERLIN. SPD-Politiker haben mit Spott und Vorwürfen auf den Rückzug der Fraktionsvorsitzenden der Linkspartei im Bundestag, Sahra Wagenknecht, aus der Führung der „Aufstehen“-Bewegung reagiert. Der SPD-Bundestagsabgeordnete Johannes Kahrs nannte Wagenknechts Schritt „peinlich“. Nun sollten andere für sie die Arbeit machen.

Der SPD-Kandidat für das Europaparlament, Simon Vaut, warf Wagenknecht vor, ihr „nationaler Sozialismus“ habe Schaden angerichtet. Aber nun habe eine mögliche Koalition aus SPD, Linkspartei und Grünen wieder eine Perspektive.

Aus ihrer eigenen Fraktion erntete Wagenknecht Kritik. Ihr Parteikollege Michel Brandt äußerte sich erstaunt über ihre Entscheidung. Nach ihrem Scheitern kehre sie wieder „in den Schoß der Partei“ zurück.

Wagenknecht gibt gesundheitliche Gründe an

Wagenknecht hatte am Wochenende ihren Rückzug aus der Führung der „Aufstehen“-Bewegung angekündigt. Als Grund gab sie neben einer personellen Neuaufstellung auch gesundheitliche Gründe an. „Daß ich jetzt zwei Monate krankheitsbedingt ausgefallen bin, hatte auch mit dem extremen Streß der letzten Jahren zu tun“, sagte sie der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung.

Zugleich betonte sie auf Facebook, auch weiterhin „Aufstehen“ zu unterstützen. Es sei ein großartiges Projekt, das gebraucht werde. Zur Verbesserung der Strukturen der Bewegung sei es an der Zeit, daß sich die Berufspolitiker zurücknähmen.

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Im vergangenen September hatte die 49 Jahre alte Politikerin gemeinsam mit ihrem Ehemann Oskar Lafontaine (Linkspartei) die „Aufstehen“-Bewegung gegründet. Deren Ziel sei es, linke Wähler anzusprechen, die sich von den Parteien abgewendet hätten. (ag)

Für ihren Rückzug aus der Führung der „Aufstehen“-Bewegung erntete Sahra Wagenknecht (Linkspartei) Spott aus der SPD Foto: picture alliance/Britta Pedersen/dpa-Zentralbild/dpa

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