Mike Mohring auf dem CDU-Bundesparteitag in Leipzig Foto: picture alliance/Sven Simon
Thüringen

Mohring will nicht Ministerpräsident werden

ERFURT. Thüringens CDU-Chef Mike Mohring hat angekündigt, nicht für das Amt des Ministerpräsidenten anzutreten. „Wir beantragen keine Ministerpräsidentenwahl und stellen also auch keinen Kandidaten auf“, sagte Mohring der Thüringer Allgemeinen. Mohring bekräftigte gegenüber dem Blatt damit auch, daß er keine Kampfkandidatur gegen Ministerpräsident Bodo Ramelow (Linkspartei) anstrebe.

Nach der Landtagswahl Ende Oktober verfügt die bisherige Landesregierung aus Linkspartei, SPD und Grünen über keine Mehrheit mehr. Gleiches gilt für ein Vierbündnis aus SPD, Grünen und FDP unter Führung der CDU.

Vor der Wahl hatte Mohring eine Zusammenarbeit mit der Linkspartei stets ausgeschlossen. Nach der Wahl äußerte er sich jedoch anders und signalisierte seine Bereitschaft, gemeinsam mit der Linkspartei Verantwortung übernehmen zu wollen. Allerdings mußte er nach scharfen Protesten in der Union zurückrudern.

SPD und Grüne hoffen auf  Minderheitsregierung

Sein Fraktions-Vize Michael Heym warb hingegen dafür, eine Kooperation mit der AfD nicht von vornherein auszuschließen, denn rechnerisch würde es für eine Regierung von CDU, AfD und FDP reichen. Ein solches Angebot kam auch von der AfD und ihrem Landesvorsitzenden Björn Höcke. CDU und FDP lehnten es jedoch ab.

SPD und Grüne erteilten zudem einer von der CDU geführten Minderheitsregierung eine Absage. Statt dessen wollen sie gemeinsam die Koalition mit der Linkspartei als Minderheitsregierung fortsetzen. (krk)

Mike Mohring auf dem CDU-Bundesparteitag in Leipzig Foto: picture alliance/Sven Simon

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