Tempolimit: Die EKMD reicht eine Petition dafür ein Foto: picture alliance/Marius Becker/dpa
Klimaschutz

Evangelische Kirche startet Petition für Tempolimit

ERFURT. Die Evangelische Kirche in Mitteldeutschland (EKMD) hat eine Petition für ein Tempolimit von 130 Stundenkilometern auf Autobahnen beim Bundestag eingereicht. „Wir wissen, daß wir damit ein strittiges Thema aufgegriffen haben, halten es aber für wichtig, weil damit deutlich wird, daß wir alle gefragt sind, etwas zu ändern“, begründete Gemeindedezernent Christian Fuhrmann die Initiative laut der Nachrichtenagentur dpa.

Für 130 habe man sich entschieden, weil dieser Wert auch in vielen anderen Mitgliedsstaaten der Europäischen Union gelte, hieß es weiter. „Angesichts des Klimawandels“ gehöre die Losung „Freie Fahrt für freie Bürger“ auf den Prüfstand.

EKMD: Ohne uns gäbe es die DDR noch

„Dazu gehört auch, nach einer konsequenteren Politik des Umwelt- und Klimaschutzes zu verlangen.“ Der „Dürre-Sommer 2018“ habe gezeigt, „daß wir, wie es Barack Obama gesagt hat, die erste Generation sind, die die Folgen der Erderwärmung zu spüren bekommt und die letzte Generation, die dagegen etwas tun kann“.

Der Kirche geht es bei ihrem Vorstoß aber nicht nur um den Klimaschutz. Auch aus Gründen der Nächstenliebe sei ein Tempolimit wichtig, denn: „Mit einem Tempolimit halbiert sich die Zahl der Unfallopfer.“

Den Einwand, die Kirche solle sich aus der Politik heraushalten, kontert die EKMD. „Hätte sie das getan, würden wir heute noch in der DDR leben. Die friedliche Revolution wäre ausgefallen.“ (tb)

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