Niedersachsen

Braunschweig: Studenten sollen Asylbewerbern weichen

BRAUNSCHWEIG. Die Stadt Braunschweig hat entschieden, Studenten die Mietverträge in zwei Wohneinrichtungen zu kündigen, da der Platz für Flüchtlinge benötigt werde. „Zusätzlich zu den weiteren Zuweisungen der Landesaufnahmebehörde sind auch ehemals unbegleitete minderjährige Geflüchtete, die ihre stationären Jugendhilfemaßnahmen beenden, im Asylverfahren sind oder bei denen das Verfahren abgeschlossen ist, auf einen Platz in den Wohnstandorten angewiesen“, zitiert die Braunschweiger Zeitung ein Schreiben der Stadtverwaltung.

Erschwerend komme hinzu, daß die Asylbewerber nur schwer eine Wohnung fänden. Sie blieben daher länger als beabsichtigt in den Wohnheimen. Außerdem sei in der Regel eine „enge sozialpädagogische Anbindung“ bei jungen Flüchtlingen wünschenswert.

Studentenwerk kündigt Mietverträge

In der niedersächsischen Stadt waren 2016 und 2017 acht Unterkünfte errichtet worden. Da bislang nur sechs mit Einwanderern ausgelastet waren, wurden die übrigen zwei Studenten zur Verfügung gestellt.

Das Studentenwerk werde die Mietverträge nun zum 30. September, und in dem anderen Fall zum 31. März nächsten Jahres kündigen. Für die Betreuung der Asylbewerber werde in den beiden neuen Wohnheimen jeweils ein Sozialarbeiter ein Unterkunftswart, eine Verwaltungskraft und ein Sicherheitsdienst zur Verfügung stehen.

Seit dem Beginn der Asylkrise im Sommer 2015 war es wiederholt zu ähnlichen Schritten seitens der zuständigen Behörden gekommen. Eine solche Situation hatte es beispielsweise in Görlitz gegeben. (ag)

Flüchtlinge auf dem Gelände einer Braunschweiger Unterkunft für Asylbewerber (Archivbild) Foto: (c) dpa

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