Salafisten

Islamische Extremisten planen Moschee für 1.000 Besucher

BERLIN. Salafisten der Berliner As-Sahaba-Moschee haben angekündigt, eine neue Moschee mit Platz für bis zu 1.000 Besucher zu kaufen. Der Verein gab in Internetvideos an, Geld für die neue Immobilie zu sammeln. Das Objekt kostet rund 800.000 Euro.

Ende Juni mußte die Gruppierung die Räumlichkeiten ihrer bisherigen Moschee räumen, weil der Eigentümer den Mietvertrag zum 30. Juni gekündigt hatte. Die alte Versammlungsstätte hatte etwa 100 Personen Platz geboten, die neue soll nun das Zehnfache an Plätzen in zwei zusammenhängenden Hallen bieten.

Anis Amri verkehrte hier

Die vom Verfassungsschutz beobachtete Moschee wäre dann das dritte überregionale Zentrum für Salafisten in Berlin. Bundesweite Strahlkraft haben wegen ihrer Größe auch die Al-Nur-Moschee und die Ibrahim-al-Khalil-Moschee.

Die As-Sahaba-Moschee gilt als einer der wichtigsten Anziehungspunkte für Islamisten. Sicherheitskräfte befürchten, nach der Vergrößerung würden dort noch mehr junge Menschen radikalisiert werden.

Das As-Sahaba-Gebetshaus wurde 2010 vom späteren „Bildungsminister“ der Terrororganisation des „Islamischen Staates“, Reda Seyam, gegründet. Der Attentäter vom Breitscheidplatz, Anis Amri, soll sich auch dort aufgehalten haben. (mp)

Betende Muslime in einer Berliner Moschee (Symbolbild) Foto: picture alliance/dpa

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